Zwei Schiffsbrüche vor Libyen mit 130 Vermissten

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Zwei Flüchtlingsschiffe sind am Donnerstag drei Seemeilen von der libyschen Küste gesunken. Dabei sollen bis zu 130 Flüchtlinge ums Leben gekommen seien berichtete der italienische Rat für Flüchtlinge (CIR). Laut CIR-Direktor Christopher Hein befanden sich insgesamt 250 Menschen an Bord der beiden Boote. 120 Migranten wurden gerettet, zehn Leichen wurden geborgen. 130 gelten noch als vermisst.


“Wir müssen leider feststellen, dass die Lage in Libyen so schwierig ist, dass Migrantenboote nicht einmal wenige Seemeilen fahren können. Sollten nicht sofort auch in Libyen dringende Maßnahmen ergriffen werden, droht die Zahl der Todesopfer in Mittelmeer weiterhin zu steigen”, so Hein.

Auf Lampedusa fanden am Freitag Gedenkveranstaltungen statt für die mehr als 360 Toten des Unglücks vom 3. Oktober 2013 vor der süditalienischen Insel, die zwischen Sizilien und Tunesien liegt. An der Gedenkveranstaltung auf der Mittelmeerinsel nahm neben EU-Parlamentspräsident Martin Schulz auch Italiens Außenministerin und designierte EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini teil.

Vor einem Jahr war ein mit mehr als 500 Menschen völlig überfülltes Boot vor einer Nachbarinsel gekentert. Die Katastrophe hatte große Bestürzung ausgelöst.

Die griechische Küstenwache hat unterdessen am Freitag in der Ostägäis mehr als 300 illegale Einwanderer aufgegriffen. Demnach wurde die mit 93 Personen größte Gruppe auf der kleinen Dodekanes-Insel Symi festgenommen, als sie an Land gehen wollte. Auch die Schleuser seien gefasst worden.

Die griechisch-türkische Seegrenze in der Ostägäis ist wegen ihrer vielen Inseln und Buchten besonders schwer zu kontrollieren. Sie ist deshalb ein bevorzugtes Ziel von Menschen, die illegal in die EU einreisen wollen. Seit die Situation in Syrien und im Irak eskaliert, nimmt die Zahl der Flüchtlinge nach Angaben griechischer Behörden stetig zu.

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