Zwei Verletzte bei Kurden-Demonstration in Bregenz

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Kurden machten auf Zustände in Kobane aufmerksam
Kurden machten auf Zustände in Kobane aufmerksam
Sehr angespannt und konfliktgeladen war Samstagnachmittag in Bregenz die Lage vor und während des angekündigten Protestmarsches von Kurden, die auf die Zustände in Kobane an der syrisch-türkischen Grenze aufmerksam machen wollen. Im Vorfeld ist es auf dem Festspiel-Parkplatz zu einem gefährlichen Zwischenfall gekommen. Kurden und eine Gruppe von Türken und Tschetschenen gerieten aneinander.


Dabei erlitten zwei Männer Stichverletzungen im Bauchbereich. Beide Opfer wurden in das Landeskrankenhaus Bregenz eingeliefert, einer der beiden wurde im Schockraum behandelt, ist aber außer Lebensgefahr, bestätigte Polizeisprecher Oberstleutnant Rainer Fritz der APA. Später wurde ein Kurde festgenommen, es war vorerst nicht klar, ob er als Messerstecher oder Rauchbombenwerfer verdächtigt wird.

Der angemeldete Demonstrationszug mit einigen hundert Teilnehmern durfte statt um 16.00 Uhr erst nach 17.00 Uhr unter massiver Polizeibegleitung losmarschieren. Statt wie ursprünglich geplant, in Richtung Innenstadt konnte die Polizei eine Änderung der Route in Richtung Vorstadt Vorkloster erreichen, um neuerliche Zusammenstöße zu vermeiden.

Mit Transparenten (“Kobane brennt – die Welt pennt”, “Türkei finanziert – ISIS bombardiert”) und skandierten Kobane-Sprechchören (z.B. “Überall ist Kobane”) zogen die kurdischen Demonstranten über die Mehrerauer Brücke los und sorgten wegen der zeitweisen Sperre des City-Tunnels auch für Verkehrsprobleme. Während des Demonstrationszuges und noch einmal gegen Ende wurde eine Rauchbombe geworfen, was für zusätzliche Aufregung sorgte. Wegen der Festnahme eines Kurden waren die Teilnehmer nach Ende des Umzuges längere Zeit nicht bereit, die Demonstration aufzulösen. Erst nach längeren Verhandlungen und Gesprächen mit der Polizei wurde die Veranstaltung um ca. 19.00 Uhr beendet.

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