Zweiter blinder Bombenalarm in Klagenfurt in wenigen Tagen

In Klagenfurt hat es am Dienstag erneut eine Bombendrohung gegeben, die sich als blinder Alarm entpuppte. Die Polizei geht davon aus, dass es sich um den selben Täter handelt, der schon am Freitag mit seinem Drohanruf für einen Polizeieinsatz gesorgt hatte. Diesmal gibt es allerdings eine Zeugin, die einen Mann in der Telefonzelle beobachtet hat, aus der der Anruf kam.

Nüchtern und kurz war auch die Drohung vom Dienstag, die gegen 10.20 Uhr über Notruf einging. “Eine unbekannte, männliche Person sagte, um 10.45 werde am Bahnhof und in den City Arkaden, einem Einkaufszentrum in der Innenstadt, eine Bombe hochgehen”, sagte Wolfgang Pittino vom Stadtpolizeikommando der Kärntner Landeshauptstadt zur APA und bestätigte damit entsprechende online veröffentlichte Erstmeldungen von Medien.

Die beiden Gebäude wurden durchsucht, gefunden wurde aber weder eine Bombe noch sonst ein verdächtiger Gegenstand. Evakuierungen wurden nicht angeordnet. Pittino: “Wir gehen mit hoher Wahrscheinlichkeit davon aus, dass das derselbe ist, der schon am Freitag eine Drohung gegen diese Gebäude gerichtet hat. Dieses Mal war aber der Flughafen nicht dabei.” Am Freitag wurde eine Telefonzelle im Bereich Kreuzbergl für den Drohanruf benutzt, am Dienstag war es eine am Schachterlweg im Stadtteil Welzenegg.

Und genau dort könnte eine Frau den Täter beobachtet haben. Sie beschrieb den Mann als rund 40 Jahre alt und korpulent. Er soll mit einer hellgrauen Jacke bekleidet gewesen sein. “Die Zeugin wird derzeit noch befragt”, erklärte Pittino.

Was den Anrufer dazu treibt, ist der Polizei ein Rätsel. Er stellt keine Forderungen und verkündet die Drohungen knapp. Seine Sprache ist laut Pittino zweifelsfrei österreichisch, ein Dialekt oder Akzent lasse sich aber nicht heraushören. Sollte der Mann geschnappt werden, drohen ihm bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe wegen gefährlicher Drohung und Vortäuschens einer mit Strafe bedrohten Handlung. Außerdem müsste er im Fall eines Schuldspruchs wohl die Kosten für die Polizeieinsätze übernehmen.

(APA)

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