Zwischen Brexit und Terror: Briten wählen neues Parlament

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May hofft auf eine Mehrheit für die Konservativen
May hofft auf eine Mehrheit für die Konservativen - © APA (AFP)
Fast ein Jahr nach dem Brexit-Referendum wählen die Briten am Donnerstag vorzeitig ein neues Parlament. Die britische Premierministerin Theresa May erhofft sich davon eine größere Mehrheit für ihre Konservativen im Unterhaus und mehr Rückendeckung für die Brexit-Verhandlungen. Seit 8.00 Uhr MESZ haben die mehr als 40.000 Wahllokale in England, Schottland, Wales und Nordirland geöffnet.

Die etwa 46 Millionen Wahlberechtigten können bis Donnerstagabend um 23 Uhr MESZ ihre Stimme abgeben.

Darf die Queen denn wählen?

Mit großer Wahrscheinlichkeit nicht zur Wahl gehen werden Queen Elizabeth II. und ihre Familie. Es gilt als ungeschriebenes Gesetz, dass die Königsfamilie nicht wählt und auch nicht kandidiert. Denn Aufgabe der Monarchie ist es, im Vereinigten Königreich Kontinuität zu stiften und die Gesellschaft zu einen – das verträgt sich nicht mit Parteinahme.

In ihrer Rolle als Staatsoberhaupt muss die Monarchin außerdem politisch neutral bleiben. Übrigens hat die 91 Jahre alte Queen auch keinen Pass. Da britische Pässe im Namen Ihrer Majestät ausgestellt sind, braucht sie selbst keinen.

Großbritannien: May vor Verlusten, Corbyn holt auf

Umfragen legen nahe, dass May am Ende eher gerupft als gestärkt aus der Wahl herausgehen könnte: Der Abstand zur Labour-Partei von Jeremy Corbyn ist stark geschmolzen. Der Altlinke spricht vor allem junge Wähler an und setzt auf soziale Themen wie Gesundheit und Bildung. Die Konservativen liegen in den Umfragen aber noch vorn. Zeitweise lagen sie aber mehr als 20 Prozentpunkte vor der Labour-Partei. Die anderen Parteien spielen bei der Wahl nur eine untergeordnete Rolle.

Insgesamt bewerben sich mehr als 3.000 Kandidaten um die 650 Sitze im Parlament. Freitag früh soll das Ergebnis feststehen. Großbritannien hat ein reines Mehrheitswahlrecht. Das bringt meist eine absolute Mehrheit für eine Partei hervor. Kleine Parteien werden durch das Wahlsystem benachteiligt.

(APA/dpa/ag.)

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