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Finanzen

Faktencheck: Jugendkonto

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Alles rund um das Jugendkonto! Vorteile für Eltern und Jugendliche.

Das Jugendkonto wird häufig auch als Schüler- oder Studentenkonto bezeichnet. Ein eigenes Konto hat vor allem den Vorteil, dass man von den Eltern ein wenig unabhängiger ist. Außerdem lernt man, schon früh Verantwortung für die eigenen Finanzen zu übernehmen und das Taschengeld, oder die Vergütung aus der Ausbildung besser einzuteilen. Was sollte man also zum Jugendkonto wissen?

Im Grunde sind diese Konten speziell auf die Wünsche und Bedürfnisse von Kindern & Jugendlichen ab etwa 14 Jahre ausgelegt. Normalerweise wird ein Jugendkonto lediglich auf reiner Guthabenbasis geführt - das Konto kann nicht überzogen werden. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass Jugendkonten in der Regel sehr günstig oder kostenlos sind und zudem keine regelmäßigen Zahlungseingänge erforderlich sind.

Fakt 1: Vorteile für Eltern und Jugendliche

Ein Schülerkonto ist für Eltern und Kinder sehr praktisch. Die Eltern können zum Beispiel einen Dauerauftrag einrichten und überweisen das Taschengeld dann jeden Monat. Es ist pünktlich auf dem Konto, und der Jugendliche lernt, sich sein Geld selbst einzuteilen. Wenn das einmal nicht gelingt und der Monat noch nicht zu Ende ist, obwohl kein Geld mehr vorhanden ist, hat man einen Anlass in Zukunft besser aufzupassen. Wer in jungen Jahren daran gewöhnt wird, dass das Geld irgendwann verbraucht sein kann, lernt schon früh, sich ein wenig einzuschränken. Ganz nebenbei entfällt natürlich die ständige Diskussion darüber, wann das Taschengeld gezahlt wird, denn durch den Dauerauftrag weiß jeder, wann mit dem Zahlungseingang zu rechnen ist.

Fakt 2: Das erste Gehalt

Ein Konto ist unbedingt nötig, wenn junge Leute arbeiten gehen. Kein Arbeitgeber zahlt die Löhne heute noch in Form von Bargeld aus. Auch wer bereits ein eigenes Moped oder Auto fährt und für die Versicherung aufkommt, muss sie vom Konto bezahlen. In solchen Fällen geht es nicht ohne Girokonto.

Fakt 3: Merkmale eines Jugendkontos

Wie ein Konto für Erwachsene, sind an das Schüler- oder Studentenkonto bestimmte Leistungen gekoppelt. Man sollte sie kennen und bei einem Vergleich der Anbieter auch prüfen - denn sie sind unterschiedlich und können zum Teil kostenpflichtig sein. Wer für sein Schülerkonto nicht zu viel bezahlen will, sollte also auf die Konditionen achten. Viele Anbieter bewerben das Schüler - oder Studentenkonto mit attraktiven Konditionen und völliger Spesenfreiheit.

Gerade beim Studentenkonto ist Online-Banking und Mobile Banking existentiell. Deshalb sind sie mittlerweile fast ausnahmslos mit allen digitalen Features versehen - eine App ist heute Standard, damit die laufenden Bankgeschäfte problemlos von unterwegs aus erledigt werden können. Die App kann jederzeit Auskunft über den aktuellen Kontostand geben - so weiß man sofort, ob man sich eine bestimmte Ausgabe noch leisten kann, oder ob man damit bis zum nächsten Monat warten muss.

Mit Hilfe der Kontokarte hebt man Bargeld am Automaten ab. Die Geldautomaten stehen in den Filialen der Banken. In dieser Hinsicht unterscheidet sich ein Jugendkonto nicht von einem Konto für Erwachsene. Wer noch kein eigenes Einkommen hat, benötigt für die Ausstellung der Karte übrigens die Erlaubnis des gesetzlichen Vertreters. Bei vielen Banken gibt es ein Limit in Höhe von 400 Euro, das pro Woche nicht überschritten werden darf. Dieses Limit dient der eigenen Absicherung, damit man die Ausgaben unter Kontrolle behält.

Während die meisten Erwachsenen für ihr Konto keine Verzinsung von vorhandenem Guthaben erhalten, ist das bei Jugendlichen anders. Viele Banken gewähren eine recht gute Verzinsung von eingezahlten Guthaben, deshalb lohnt es sich, hier auf die Konditionen der Banken zu achten.

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Vor allem für junge Erwachsene ist Online-Banking und Mobile Banking existentiell.

Fakt 4: Das Alterslimit

Das Mindestalter für die Kontoeröffnung unterscheidet sich bei den Banken ebenso wie das maximale Alter, bis zu dem ein Jugendkonto gewährt wird. Einige Banken erlauben die Eröffnung eines Kontos schon ab einem Alter von zehn Jahren. Solche Konten werden gerne auch als “Taschengeldkonto” bezeichnet, denn meistens ist das Taschengeld der einzige Geldeingang, der auf dieses Konto eingezahlt wird. Als Standard hat sich bei einigen Banken das vollendete 14. Lebensjahr entwickelt. In diesem Alter kann der Jugendliche bei den meisten Banken ein Konto eröffnen.

Das Maximalalter für ein Jugendkonto liegt übrigens häufig beim vollendeten 18. Lebensjahr. Einige Banken verlängern diese Frist bis zum 19. oder 20. Lebensjahr, diese Konten können dann auch von älteren Schülern genutzt werden. Allerdings steigen mit dem Alter unter Umständen auch die Kontoführungsgebühren. Wer nach dem Schulabschluss studiert, kann das Jugendkonto häufig auf ein Studentenkonto umstellen. Diese Konten sind ebenfalls günstiger und bieten alle Leistungen, die für Studierende von Interesse sind.

Fakt 5: Die Kosten

Bei den Kosten für das Schüler- bzw. Studentenkonto verhält es sich häufig wie bei den Girokonten für Erwachsene. Die Konditionen sind sehr unterschiedlich. Es gibt kostenfreie Konten für Jugendliche, bei einigen Banken fallen aber auch Gebühren von über 50 Euro im Jahr an. Es lohnt sich, hier auf die Details zu achten. Sonst besteht die Gefahr, dass der Jugendliche sein meist schon überschaubares Einkommen oder ein geringes Taschengeld teilweise dafür aufwendet, die Gebühren der Banken zu zahlen. Verbraucherschützer warnen vor allem vor versteckten Kosten. Sie können bei scheinbar kostenfreien Konten anfallen. Die Bank fordert dann einen geringen Mindesteingang pro Monat. Wenn dieser nicht gehalten wird, entstehen für die Kontoführung Gebühren. Auf den ersten Blick fallen diese Konditionen häufig nicht auf, deshalb spricht man in diesem Zusammenhang auch von den versteckten Kosten. Also auch hier: unbedingt vorher genau prüfen.

Fakt 6: Der Dispositionskredit

Sofern ein Schüler oder ein Student schon regelmäßig ein eigenes Einkommen bezieht, bieten manche Banken einen Dispositionskredit an. Bei Erwachsenen wird dieser in einer Größenordnung von zwei bis drei Monatseinkommen eingeräumt. In dieser Höhe darf das Konto zum Ausgleich von kurzfristigen Zahlungsengpässen überzogen werden, wenn es mit dem nächsten Einkommen wieder ausgeglichen wird. Ein Dispositionskredit ist zwar bequem, doch er kann auch teuer werden. Deshalb ist in der Regel empfehlenswert, wenn junge Leute auf die Einrichtung eines Dispokredits erstmal verzichten und das Konto nur auf Guthabenbasis führen. Wer noch kein eigenes Einkommen hat, darf meistens sowieso nicht mit der Einrichtung eines Kredits rechnen. Diese Vorsichtsmaßnahme dient dem Schutz junger Menschen, damit diese nicht schon während der Ausbildung in eine Situation geraten, in der sie hoch verschuldet sind und ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen können.

Fakt 7: Die Qual der Wahl

Im ersten Augenblick mag es keine große Rolle spielen, bei welcher Bank man ein Studenten- oder Schülerkonto führt. Schließlich kann man den Anbieter jederzeit wechseln. Spätestens nach Ablauf der maximalen Altersfrist für das Schülerkonto bzw. Studentenkonto muss sowieso ein neues Konto eröffnet werden. Zu diesem Zeitpunkt lohnt es sich dann, die Konditionen erneut zu vergleichen und eine Bank zu wählen, die für Erwachsene ein solides Preis-Leistungs-Verhältnis anbietet. Da aber gerade bei den Gebühren auf alle Bankdienstleistungen - einschließlich der Zinsen - eine große Bandbreite an Möglichkeiten gegeben sind, sollten sowohl junge Menschen vor der Eröffnung des ersten Kontos, als auch Erwachsene beim Übergang ins Erwerbsleben sehr sorgfältig prüfen, bei welcher Bank sie in Zukunft unter Vertrag bleiben wollen.

Aufgerufen am 19.04.2019 um 06:52 auf https://www.salzburg24.at/anzeigen/finanzen-faktencheck-jugendkonto-67498867

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