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18 Monate bedingt für Bombendrohung an oö. Geldinstitut

Ein 52-jähriger Oberösterreicher, der telefonisch gedroht hatte, eine Bombe in einer Bankfiliale zu zünden, wenn er kein Geld bekommt, ist am Mittwoch im Landesgericht Ried nicht rechtskräftig zu einer bedingten Haftstrafe von 18 Monaten verurteilt worden.

Das Motiv des bisher unbescholtenen und gesellschaftlich angesehenen Mannes war Geldnot.

52-Jähriger zeigte sich geständig

Der 52-Jährige, der geständig ist, rief im Sommer vergangenen Jahres bei der Bank an und sagte, es sei eine Bombe im Gebäude deponiert. Wenn er nicht 14.350 Euro erhalte, werde er sie zünden. Ein Angestellter solle ihm an einem vereinbarten Ort das Geld übergeben. Dann würde er ihm auch einen Code verraten, mit dem man den Sprengsatz entschärfen könne. Das Geldinstitut wartete dieses Treffen aber nicht ab, sondern alarmierte die Polizei.

Großeinsatz nach Bombendrohung

Dem Erpresser blieb der Großeinsatz nicht verborgen und es kam zu keiner Geldübergabe. Eine Bombe hatte nie existiert. Die Ausforschung des Mannes erfolgte über eine Telefonnummernauswertung. Das erforderte akribische Ermittlungsarbeit, führte aber schließlich nach vier Monaten zum Erfolg. Aus heutiger Sicht ist dem 52-Jährigen seine Tat unverständlich: "Ich greife mir selber an den Kopf", sagte er während der Verhandlung. (APA)
(Quelle: S24)

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