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64 Prozent für Verbleib in der EU

Meinung über die Jahre weitgehend gleich Salzburg24
Meinung über die Jahre weitgehend gleich

64 Prozent der Österreicher sprechen sich für einen Verbleib in der Europäischen Union aus. 24 Prozent plädieren für einen Austritt und 13 Prozent beziehen keine Stellung. Dies ergab eine aktuelle Umfrage der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE). "Zu kritisieren haben die Österreicher an der EU allerdings genug", sagte ÖGfE-Leiter Paul Schmidt zum Ergebnis der aktuellen Umfrage.

Insgesamt 46 österreichweite Befragungen der ÖGfE seit Juni 1995 zeigten, dass - trotz Schwankungen - das Meinungsbild in dieser Frage konstant geblieben sei. Im Durchschnitt lag die Zahl der Befürworter der Mitgliedschaft bei knapp 71 Prozent, die Zahl der Gegner bei 23 Prozent. Die höchste Zustimmung zur EU-Mitgliedschaft fand sich im Juni/Juli 2002 (80 Prozent), der stärkste Wunsch nach einem Austritt im Juni/Juli 2008 (33 Prozent).

Euro als positiver Faktor der EU

"Am 30. März 1994, also vor 20 Jahren, wurden die Verhandlungen über den Beitritt Österreichs zur EU offiziell abgeschlossen. In Folge stimmten zwei Drittel der Österreicher für die EU-Mitgliedschaft. Zwei Jahrzehnte später hat sich an ihrer pragmatischen Einstellung zur EU nichts geändert", so Schmidt. Zwar würden manche Entwicklungen und Entscheidungen kritisch gesehen, wie etwa der Umgang mit der Krise, Teuerungen oder die vermeintliche Überbürokratisierung. Doch schätzten die Österreicher wesentliche Meilensteine der Integration - wie etwa den Euro und den Wegfall der Grenzen - hoch ein, konstatiert Schmidt.

Eine Bilanz über die vergangenen 20 Jahre zeige: 44 Prozent gaben an, dass Österreich "deutlich mehr" (14 Prozent) bzw. "etwas mehr" Vorteile (30 Prozent) durch die Mitgliedschaft in der EU habe. Für 35 Prozent überwogen die Nachteile "etwas mehr" (20 Prozent) bzw. "deutlich mehr" (15 Prozent). 16 Prozent würden diese Frage unentschieden sehen.

EU-Erweiterung "weniger wichtig"

In einer ÖGfE-Umfrage vom September 2013 gaben insgesamt 86 Prozent der Befragten an, dass sie eine Vertiefung der Zusammenarbeit der EU-Mitgliedsländer für "sehr wichtig" (48 Prozent) oder "wichtig" (38 Prozent) hielten. 13 Prozent würden dies als "weniger wichtig" (10 Prozent) oder "gar nicht wichtig" (drei Prozent) ansehen.

Dagegen würden künftige Erweiterungen nicht als prioritär erachtet: Nur ein Viertel hält sie für "sehr wichtig" (acht Prozent) oder "wichtig" (16 Prozent). Drei Viertel beurteilten sie als "weniger wichtig" (42 Prozent) bzw. "gar nicht wichtig" (32 Prozent). (APA)

(Quelle: S24)

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