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Adriaanse: "Herbstmeister bedeutet nichts"

“Der Titel bedeutet mir nichts, das ist nur eine Bestandsaufnahme”, betonte Co Adriaanse nach dem 4:1 gegen Kärnten. Und Sportdirektor Heinz Hochhauser fügte hinzu: “Der Herbstmeistertitel ist wichtig für unsere Fans, für uns ist wichtig, dass wir am 14. Dezember vorne stehen.” Bilder vom Spiel

Die Salzburger hatten den Sieg einmal mehr Marc Janko zu verdanken, der die Partie nach der Pause mit einem Assist und einem lupenreinen Hattrick zugunsten der Hausherren drehte. “Die erste Hälfte war für uns schwierig, Kärnten hat gut verteidigt, Druck nach vorne gemacht und ist mit einem Sonntagschuss in Führung gegangen”, fasste Adriaanse zusammen. Seiner Elf fehlte vor der Pause die nötige Kreativität, vor allem, da der Kameruner Somen Tchoyi ein Totalausfall war.

“Nach der Pause ist Jezek gekommen, wir haben mehr Druck aufgebaut, schneller gespielt und auch die Flanken sind gekommen”, freute sich der Niederländer über die Leistungssteigerung nach der Pause. Neben Janko spielte sich auch ÖFB-Teamspieler Christoph Leitgeb (im Bild) in den Vordergrund. Er holte den Elfmeter zum 2:1 heraus. Leitgeb setze laut Adriaanse ein “unglaubliches Tempo” im Spiel um. “Ich habe lange gebraucht, bis ich die richtige Position für ihn gefunden habe, und die ist nun einmal zentral im Mittelfeld. Er hat dort überragende Qualitäten”, sagte der 61-Jährige. Einzig beim Toreschießen müsse er noch besser werden.

Sturms Rekord soll fallen

Unabhängig davon sind die Bullen nicht nur die beste, sondern mit 49 Treffern auch die torgefährlichste Mannschaft der Liga. Die Adriaanse-Elf stellte mit dem elften Heimsieg in Serie (Torverhältnis 37:7) ihre Vereinsbestmarke aus der Saison 2005/06 ein und schielt bereits auf den von Sturm Graz seit Einführung der Drei-Punkte-Regel gehaltenen Bundesliga-Rekord (13 Heimsiege in Folge).

Andere Bestmarken sind für die Mozartstädter noch etwas weiter entfernt. Die Bullen sind seit zehn Runden ungeschlagen (8 Siege/2 Remis), der diesbezügliche Rekord in der Red-Bull-Ära liegt bei 15 Partien (2006/07-10/5), der Rekord eines Salzburger Oberhausclubs gar bei 17 Matches (unter Coach Otto Baric 1994/95-9/8).

Auf diese Statistiken legt im Salzburger Lager aber kaum jemand Wert, was zählt ist einzig und allein der Meistertitel. “Wir sind jetzt an erster Stelle und daher die Gejagten. Jagen ist aber einfacher, als vorne zu stehen, die Mannschaften hinter uns sind daher nach wie vor sehr gefährlich”, warnte Salzburgs-Kapitän Remo Meyer. Die Bullen liegen mit 40 Punkten vor Sturm Graz (38) und Meister Rapid (36) voran. Der Tabellenvierte Austria (32) hat bereits acht Punkte Rückstand.

Die Winterkrone ist Salzburg kaum mehr zu nehmen

Bis zur Winterpause sind noch vier Runden zu spielen, und alles deutet auf einen Winterkönig Salzburg hin. Während der Tabellenführer am Samstag im Heimspiel gegen Nachzügler Kapfenberg vor einem Pflichtsieg steht, nehmen sich Sturm und Rapid am Sonntag im direkten Duell in der UPC-Arena gegenseitig Punkte weg.

In den letzten drei Runden treffen die Salzburger anschließend noch auf Mattersburg (30.11./auswärts), Ried (6.12./heim) und Kärnten (12.12./a), Sturm bekommt es mit Kärnten (28.11./a), dem LASK (5.12./a) und Altach (13.12./h) zu tun. Rapid matcht sich noch mit Altach (29.11./h), der Austria (7.12./a) und dem LASK (14.12./h). Die Austria, die zumindest noch theoretische Chancen auf die Winterkrone hat, spielt neben dem Wiener Derby noch gegen Ried (Samstag/h), Kapfenberg (29.11./a) und Mattersburg (13.12./a). Der Frühjahrsdurchgang wird dann unter anderem übrigens mit dem Schlager Vize Salzburg gegen Meister Rapid Ende Februar eröffnet.

Hinter dem Spitzen-Quartett duelliert sich Austria Kärnten derzeit mit der punktgleichen SV Ried (beide 26) um Rang fünf. “Ich bin zuversichtlich, dass wir unser Saisonziel (Anm./Platz sechs) erreichen werden”, sagte Kärnten-Coach Frenkie Schinkels nach der 1:4-Niederlage. Kapitän Manuel Weber und Co. hatten in der Red-Bull-Arena eine Hälfte lang voll mitgehalten, dann waren sie aber von der “Offensivlawine” der Bullen überrollt worden.

“Wenn die Salzburger einmal in Fahrt kommen, sind sie nicht mehr aufzuhalten. Aufgrund der zweiten Hälfte war auch der Sieg in dieser Höhe in Ordnung”, betonte Schinkels. Ähnlich sah es auch Abwehrspieler Manuel Ortlechner, der anmerkte: “Wir haben alles versucht, aber wir konnten dem riesigen Druck von Salzburg in der zweiten Hälfte nicht mehr standhalten.”

(Quelle: S24)

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