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"AIDS"-Sager: Kein Life Ball-Besuch für Richard Lugner?

Life Ball-Organisator Gery Keszler ist sichtlich verärgert und legt Richard Lugner nahe dem Jubiläumsball am 19. Mai fern zu bleiben. Grund dafür: Ein Interview des Baumeisters vom 6. März im Societymagazin "Chili".

In einem offenen Brief an Richard Lugner lässt Gery Keszler seinem Unmut freien Lauf. Grund für die Maßnahme, Richard Lugner nahe zu legen dem Life Ball fern zu bleiben, ist ein Interview im Societymagazin "Chili" und dem damit verbundenen "AIDS-Sager".

Richard Lugner verärgert Life Ball-Organisator

"Veganer wird aus mir nicht, auch kein Homosexueller. Das sind so gewisse Dinge, wo ich sage: „Das überlasse ich anderen diese Späße … Ich habe jetzt unlängst ein Buch gelesen, also ein Kapitel über Homosexualität und da habe ich gelesen wie gefährlich das ist und was da alles für Gefahren schlummern. Deswegen wird man eben AIDS krank", erklärte Richard Lugner im TV. Diese Aussage dürfte dem Life Ball-Organisator und Obman von AIDS LIFE sauer aufgestoßen sein. In seinem Brief erklärte er: "Ich möchte persönlich und im Namen von AIDS LIFE mein Unverständnis, offen gesprochen, mein schieres Entsetzen zum Ausdruck bringen. In Ihrem Sinne kann diese Aussage nur als Zeichen schleichender Demenz interpretiert werden, denn als wiederholter Besucher des Life Ball und Medienkonsument sollten Sie mit den tatsächlichen Fakten der AIDS-Problematik besser vertraut sein."

"AIDS-Sager": Lugner sollte sich der Auswirkungen bewusst sein

Fakt ist, dass weltweit eta 34 Millionen Menschen mit AIDS/HIV infiziert sind. "Der Anteil der betroffenen Homosexuellen ist marginal", belehrte Gery Keszler Richard Lugner in seiner Aussendung. "Als Person, die medial bemerkt wird, sollten Sie sich der Gefahr bewusst sein, welche möglichen Auswirkungen eine solch undifferenzierte, ignorante und irreführende Aussage hat!" Der Life Ball soll ohne Richard Lugner stattfinden: "Im Sinne der Sache bitten wir Sie, den Life Ball künftig nicht mehr zu besuchen. Ihre Anwesenheit bei einer AIDS-Charity wäre ein Affront gegenüber all jenen, die sich schon seit  Jahrzehnten im Kampf gegen HIV/AIDS und Stigmatisierung engagieren, sich für Prävention und Aufklärung einsetzen und für mehr Toleranz gegenüber Betroffenen stark machen.  " (Red)
(Quelle: S24)

Aufgerufen am 17.06.2019 um 04:36 auf https://www.salzburg24.at/archiv/aids-sager-kein-life-ball-besuch-fuer-richard-lugner-59320165

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