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AK-Wahl: Freiheitliche wollen in Salzburg zwei Mandate zulegen

Die Freiheitlichen Arbeitnehmer (FA) möchten bei den Salzburger Arbeiterkammerwahlen vom 26. Jänner bis 6. Februar 2009 ihren Mandatsstand von derzeit drei auf fünf erhöhen.

“Damit hätten wir in sämtlichen Ausschüssen das Stimmrecht”, betonte Spitzenkandidat Herbert Trattnig (52) am Freitag bei einem Pressegespräch. Die FA treten mit 24 Kandidaten an. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind u.a. eine stärkere Kontrollfunktion, nachhaltige Steuerentlastung für Arbeitnehmer, unbefristete Hacklerregelung sowie der Ausbau der beruflichen Fortbildung.

Bei der letzten AK-Wahl im Jahr 2004 haben die freiheitlichen Arbeitnehmer 4,44 Prozent der Stimmen erreicht. Aufgrund des FPÖ- Wahlerfolges bei der vergangenen Nationalratswahl im September hielt es Trattnig für realistisch, bei der nächsten AK-Wahl sieben bis acht Prozent der Stimmen zu erzielen. Die FA hat derzeit nur im Kontrollausschuss ein Stimmrecht.

Trattnig, der seit 2001 Landesobmann der Freiheitlichen Arbeitnehmer und seit 2004 im Arbeiterkammervorstand vertreten ist, nannte als weitere Ziele “die endgültige Umsetzung des schon über Jahrzehnte diskutierten Begriffs ‘Gleiche Leistung – gleicher Lohn'”. Die von der SPÖ/ÖVP geplante Steuerreform im Ausmaß von 2,7 Milliarden Euro bezeichnete der FPÖ-Gemeindevertreter in Wals-Siezenheim (Flachgau) “nur als einen Tropfen auf dem überheißen Stein. Sinnvoller wären sechs bis sieben Milliarden Euro.” Er forderte weiters, dass die Salzburg AG die Energiepreise senken soll und sprach sich gegen die geplanten Postamtsschließungen aus.

Auf den Listenplätzen zwei bis fünf folgen Friedrich Kössler (47), FPÖ-Ortsparteiobmann von Göriach (Lungau), Bernhard Burgsteiner (48), FPÖ-Fraktionsobmann in der Gemeinde Uttendorf sowie stellvertretender Bezirksparteiobmann des Pinzgaus. Auf dem vierten Platz steht Andreas Bachmann (45), Arbeiterbetriebsrat der Grass GmbH. An fünfter Stelle gelistet ist Andreas Breuer (41), Arbeiterbetriebsrat bei Fahnen-Gärtner in Mittersill (Pinzgau). Der zweitgereihte Kössler meinte, dass die AK-Zeitschrift “Makazin” möglicherweise billiger produziert werden könnte. Und Burgsteiner sagte, in der beruflichen Fortbildung wäre bei den Klein- und Mittelunternehmen noch Handlungsbedarf. Auch den Arbeitnehmern müsste ein freier Zugang zur Bildung ermöglicht werden.

(Quelle: S24)

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