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Alles neu im Salzburger Freilichtmuseum

Das Salzburger Freilichtmuseum öffnet nach der Winterpause am kommenden Samstag wieder seine Pforten.

Musikalisch wird die Saison von der "Eichetwalder Stubenmusi‘" eingeleitet. Bereits eine Woche später, am 31. März, findet der "Traditionelle Ostermarkt" statt, der sich in den vergangenen Jahren wegen des besonderen Angebotes zu einer außerordentlich beliebten Veranstaltung entwickelt hat. "2011 war mit 114.000 Besucherinnen und Besuchern das beste Jahr in der Geschichte des Freilichtmuseums. Richtungsweisende Investitionen wie die Errichtung der Museumsbahn haben voll eingeschlagen und machen mich sehr zuversichtlich, dass wir auch 2012 auf eine erfolgreiche Saison hoffen dürfen. Das Team um Direktor Michael Becker hat dazu wieder ein interessantes Programm ausgearbeitet", sagte ein optimistischer Museumsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Wilfried Haslauer am Donnerstag in einem Informationsgespräch vor dem Start in die neue Saison.

Viel Neues im Salzburger Freilichtmuseum

Auch heuer gibt es, so Haslauer, bei der Infrastruktur des Museums Neues für die Gäste. So wurde das Gasthaus erweitert, um dem Anstieg der Besucherzahlen gerecht werden zu können. Besonders an Regentagen konnte das Museumsgasthaus "Salettl" den Gästezustrom nicht mehr bewältigen. Aus diesem Grund wurde von den Museumsmitarbeitern in den Wintermonaten ein historischer neuneckiger Pavillon errichtet, der zusätzlich zirka 90 Gästen Platz unter Dach bietet. Damit können in Zukunft sowohl mehr Besucher willkommen geheißen als auch Reservierungen für Gruppen entgegengenommen werden. "Mit der Erweiterung des Museumsgasthauses 'Salettl' geht ein vielfach geäußerter Besucherwunsch in Erfüllung", sagte Dr. Haslauer. Der neuneckige Holzbau stammt aus dem Jahr 1940 und diente ursprünglich als Holzlager. Die Einrichtung für den Pavillon stammt größtenteils aus dem ehemaligen Salzburger Gasthaus "Kaiser Karl" (Noppinger) in der Maxglaner Hauptstraße. Die Fertigstellung und Inbetriebnahme des Pavillons ist für die Museumsgastronomie eine große Entlastung. Der Probebetrieb wird voraussichtlich Mitte April aufgenommen, offizielle Eröffnung ist am Sonntag, 13. Mai.

Neue Infotafeln in den Museumsobjekten

Lange waren sie im Einsatz und erfüllten ihren Zweck. Die so genannten "Haustafeln", auf denen die Bauten und Ausstellungsgegenstände des Freilichtmuseums beschrieben und erklärt werden, stammen aus dem Jahr 1990 und wurden damals in Eigenregie gestaltet und gefertigt. Diese werden nun durch neue, elegante und optisch sich von der Umgebung abhebende Infotafeln aus dem Grafikbüro von Fritz Pürstinger ersetzt. Der Austausch der mehr als 100 Tafeln wird im Mai abgeschlossen sein.

Neuer Internetauftritt

Neu ist der Internetauftritt des Salzburger Freilichtmuseums. Die rasante Entwicklung auf diesem Sektor machte einen "Relaunch" der Homepage notwendig. Das Ergebnis ist ein ästhetisch gelungener und informativer Webauftritt, der Lust darauf macht, das Museum nicht nur virtuell zu besuchen, sondern aufgrund der gelungenen Präsentation auch tatsächlich an Ort und Stelle kennenzulernen.

Neue Lokomotive für Museumsbahn

Nach dem Motto "aller guten Dinge sind drei", wird zur Verstärkung zu den beiden Lokomotiven "Gaisberg" und "Untersberg" der Museumsbahn eine weitere dazukommen. Um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein, gab das Freilichtmuseum bei der auf Feldbahnloks spezialisierten Lokfabrik Schöma in Diepholz (Niedersachsen) eine weitere Diesellokomotive in Auftrag. Die neue Lok verfügt etwa über dieselbe Leistung wie die bereits vorhandenen Maschinen (ca. 60 PS). Der Unterschied liegt in der Technik: der geringere Dieselverbrauch verursacht weniger Emissionen und durch die Wasserkühlung ist der Motor wesentlich leiser als der der "alten" Loks. Getauft wird die neue Lokomotive auf den Namen "Großglockner". Die Ankaufskosten in Höhe von 110.000 Euro übernimmt dankenswerterweise der Förderverein des Museums. Die Loktaufe findet bei einem "Eisenbahnfest" am Sonntag, 13. Mai, statt. Neben der Erweiterung und Verbesserung der musealen Serviceleistungen gibt es auch in inhaltlicher Hinsicht Neuigkeiten.

Sonderausstellung 2012: "Die Summe eines Lebens"

Das Salzburger Freilichtmuseum zeigt in seiner Sonderausstellung 2012 "Die Summe eines Lebens. Erinnerungen und der Umgang mit Dingen" in der Galerie der Eingangshalle einen Teil des Nachlasses von Theresia Gugg (1921–2003), der von ihrer Tochter Marianne Gugg zur Verfügung gestellt wurde. Theresia Gugg sammelte ein Leben lang Dinge des Alltags. Die Gründe für das "Aufheben" sind nicht bekannt, die Auswahl bei ihrer Sammelleidenschaft erfolgte subjektiv und ohne roten Faden. Theresia Gugg sammelte weder bewusst noch gezielt, sondern – wie viele Menschen der Kriegsgeneration – bewahrte einfach auf, warf nichts weg. Auf diese Weise entstand eine Art "Lebensmuseum". In der Sonderausstellung werden folgende Themen angesprochen: "Wie unterscheidet sich das Ansammeln von Theresia Gugg vom musealen Sammeln?", "Wie geht ein Museum mit einem solchen Nachlass um?" und schließlich "Der Umgang der Tochter Marianne Gugg mit dem Nachlass ihrer Mutter, indem sie die Alltagsobjekte aus ihrem ursprünglichen Zusammenhang nimmt, diese zu 'Kunstwerken' verarbeitet und die Erinnerung auf diese Weise ästhetisiert". Öffnungszeiten: Das Salzburger Freilichtmuseum ist in den Monaten März, April, Mai, Juni, September und Oktober von Dienstag bis Sonntag von 9.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. In den Ferienmonaten Juli und August ist das Museum täglich geöffnet. Die Saison im Salzburger Freilichtmuseum dauert bis einschließlich Sonntag, 4. November.
(Quelle: S24)

Aufgerufen am 16.04.2021 um 11:28 auf https://www.salzburg24.at/archiv/alles-neu-im-salzburger-freilichtmuseum-59324722

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