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Alpine bescherte FCC im ersten Quartal Kosten von 625 Mio. Euro

Verzögerter Asset-Verkauf und stetige Verschlechterung der Geschäftslage sollen zur Insolvenz geführt haben. APA/Gindl
Verzögerter Asset-Verkauf und stetige Verschlechterung der Geschäftslage sollen zur Insolvenz geführt haben.

Die Insolvenz des Baukonzerns Alpine ist laut spanischer Alpine-Mutter FCC auf zwei Faktoren zurückzuführen: Zum einen wurde der verzögerte Asset-Verkauf schlagend, der für die Sanierung heuer bereits rund 200 Mio. Euro einspielen hätte sollen; zum anderen hätte sich auch die "stetige Verschlechterung der Geschäftslage seit dem ersten Quartal 2012" ausgewirkt.

Im ersten Quartal 2013 hatte die FCC eigenen Angaben zufolge alleine wegen der Alpine Nettofinanzverbindlichkeiten in Höhe von 625 Mio. Euro in den Büchern.Ex-Alpine-Chef und -Miteigentümer Dietmar Aluta-Oltyan, der den Konzern jahrzehntelang begleitete, dürfte jedenfalls genau zum richtigen Zeitpunkt aus dem Bauunternehmen ausgestiegen sein: Erst im Februar 2012 kauften ihm die Spanier noch die restlichen 13,5 Prozent der Unternehmensanteile ab. Zum Kaufpreise wurden keine Angaben gemacht. Im Vorjahr bescherte die Alpine der FCC Verluste in Höhe von 420 Mio. Euro.

Die Entwicklungen der letzten beiden Monate "ließen es ratsam erscheinen, ein neues Gleichgewicht bei den Finanzen zu suchen". Der "Mangel an Konsens unter den Geldgebern" betreffend des daraufhin adaptierten Sanierungsplans habe die Alpine dazu veranlasst, die Insolvenz zu beantragen.

Wie berichtet hatte die Alpine dieser Tage - nur zwei Monate nach Absegnung des ersten Restrukturierungsplanes, der bis 2015 wieder in die Gewinnzone führen sollte - einen weiteren Finanzbedarf von 400 Mio. Euro angemeldet. Erst im März hatten die Banken auf 30 Prozent ihrer Verbindlichkeiten (150 Mio. Euro) verzichtet und die spanische Mutter eingewilligt, 250 Mio. Euro einzuschießen. (APA)

(Quelle: S24)

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