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Alpine - Kein Schuldenschnitt bei Unternehmensanleihen

Das Salzburger Unternehmen Alpine kämpft mit fast einer Milliarde Euro Schluden. APA/ Gindl
Das Salzburger Unternehmen Alpine kämpft mit fast einer Milliarde Euro Schluden.

Der Schuldenberg des Bauriesen Alpine setzt sich aus Bankverbindlichkeiten von rund 600 Mio. Euro, Bundeshaftungen von rund 150 Mio. Euro und Unternehmensanleihen von in Summe 290 Mio. Euro zusammen.

Die nach wochenlangen Verhandlungen paktierte Einigung über einen Forderungsverzicht von 30 Prozent seitens der Gläubigerbanken bezieht sich nicht auf die Bonds. "Die Unternehmensanleihen sind vom Schuldenschnitt nicht betroffen", betonte Alpine-Sprecher Johannes Gfrerer am Montag im Gespräch mit der APA.

Drei Anleihen laufen aus

Die Alpine Bau hat drei Anleihen draußen - einmal zu 90 Mio. Euro und zweimal zu je 100 Mio. Euro. Die Laufzeiten der Bonds enden im Juli 2015, im Juni 2016 bzw. im Mai 2017.

Millionenschwere Verluste

Zum genauen Ausmaß der Gesamtverbindlichkeiten bei den Banken wollte die Alpine weiterhin keine Angaben machen - die in den Medien kolportierten Schätzungen variieren stark zwischen 520 und 660 Mio. Euro.

Die Alpine hat noch keine Bilanz für 2012 vorgelegt. Über die Höhe der millionenschweren Verluste wird noch geschwiegen.

Einem Bericht der Finanznachrichtenagentur Bloomberg zufolge soll die Alpine im abgelaufenen Geschäftsjahr 300,5 Mio. Euro zum gesamten Nettoverlust der FCC in Höhe von 1,03 Mrd. Euro beigetragen haben.

Zu 100 Prozent in spanischer Hand

Die offiziell ausgewiesene Bauleistung der Alpine lag zuletzt (2011) bei 3,62 Mrd. Euro - 1,55 Mrd. Euro davon entfielen auf Österreich. Von den rund 15.300 Mitarbeitern sind etwa 7.500 in Österreich beschäftigt.

Der zweitgrößte Baukonzern in Österreich mit Sitz in Wals bei Salzburg gehört mittlerweile zu 100 Prozent zur spanischen Fomento de Construcciones & Contratas (FCC), die im Zuge der Alpine-Sanierung auch noch 150 Mio. Euro zuschießen muss.

apa

Aufgerufen am 18.04.2019 um 06:21 auf https://www.salzburg24.at/archiv/alpine-kein-schuldenschnitt-bei-unternehmensanleihen-42648247

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