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Altersarmut in Österreich unter OECD-Schnitt

Hiesigen Pensionisten geht es vergleichsweise gut Salzburg24
Hiesigen Pensionisten geht es vergleichsweise gut

Den Senioren geht es in Österreich finanziell gesehen besser als in den meisten anderen Ländern. Wie die OECD in ihrer am Dienstag veröffentlichten Studie "Pensionen auf einen Blick" ausführt, ist der Lebensstandard der Menschen über 65 in Österreich relativ hoch und die Altersarmut vergleichsweise gering. Im internationalen Vergleich treten die Arbeitnehmer früher in den Ruhestand.

In Österreich gelten 11,3 Prozent der Menschen über 65 als arm, weil sie über weniger als 50 Prozent des durchschnittlichen Haushaltseinkommens verfügen. Im OECD-Durchschnitt liegt die Altersarmut hingegen bei 12,8 Prozent.

Ende der 2000er Jahre lag das verfügbare Einkommen der älteren Menschen bei 91 Prozent des verfügbaren Einkommens der Gesamtbevölkerung. Österreich zählt somit zu den zehn Ländern in der OECD mit den besten Ergebnissen, der Durchschnitt in der OECD beträgt 86 Prozent. 81 Prozent des verfügbaren Einkommens der Österreicher ab 65 stammen aus staatlichen Transferleistungen, während es in der OECD im Schnitt nur 58,6 Prozent sind.

Arbeitseinkommen und Kapitalerträge spielen mit 15 bzw. drei Prozent des verfügbaren Bruttoeinkommens keine wichtige Rolle. Zu berücksichtigen ist dabei allerdings, dass von der OECD als staatliche Transferleistungen neben Sozialhilfe auch öffentliche Pensionen gezählt werden, die in Österreich nur zu einem geringen Teil aus Bundesmitteln finanziert werden und zu einem größeren aus Versicherungsleistungen.

Bezüglich der Pensionshöhe im Vergleich zum Letztgehalt liegt Österreich im OECD-Vergleich an dritter Stelle. Diese Ersatzrate liegt in Österreich bei 76,6 Prozent. Höher ist sie nur in den Niederlanden mit 90,7 Prozent und in Dänemark mit 78,5 Prozent, der OECD-Schnitt liegt bei 54,4 Prozent.

Aufgerufen am 21.05.2019 um 12:28 auf https://www.salzburg24.at/archiv/altersarmut-in-oesterreich-unter-oecd-schnitt-44330809

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