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Am 9. März werden in Salzburgs Gemeinden die Karten neu gemischt

AM 9. März werden die Karten in Salzburgs Gemeinden neu gemischt. APA
APA10258220-2 - 16112012 - GRAZ - ?STERREICH: ZU APA-TEXT II - W?hler geben am Freitag, 16. November 2012, anl?sslich des vorgezogenen Wahltags im Rahmen der Gemeinderatswahl 2012, in Graz, ihre Stimmen ab. Die Kommunalwahl findet am 25. November 2012 statt wobei elf Parteien und Listen stehen zur Auswahl stehen. APA-FOTO: MARKUS LEODOLTER

Zehn Monate nach dem vorgezogenen Urnengang auf Landesebene stehen die Salzburger am 9. März erneut vor der Wahl: In den 119 Gemeinden werden die kommunalpolitischen Karten neu gemischt.

421.616 Menschen dürfen Bürgermeister und Gemeindevertretung wählen, darunter 110.729 in der Landeshauptstadt. Sollte bei Bürgermeisterwahlen eine Stichwahl nötig sein, findet diese am 23. März statt.

Situation verspricht Brisanz

Standen sie die vergangenen Male noch im Schatten der gleichzeitig abgehaltenen Landtagswahl, so gilt heuer das Interesse den Kommunalwahlen ganz alleine. Aber auch die Ausgangssituation verspricht in etlichen Städten Brisanz: Die SPÖ möchte zuletzt verlorene Hochburgen zurückerobern, was zum Teil durch einen kurzfristigen Wechsel der ÖVP-Bürgermeister im Bereich des Möglichen erscheint.

Stadt Salzburg bietet größte Auswahl

Die größte Auswahl an Gruppierungen und Bürgermeister-Kandidaten haben die Wähler in der Landeshauptstadt. Dort ringen elf Parteien und Bewegungen um den Einzug in den Gemeinderat. Um das Amt des Bürgermeisters bemühen sich acht Kandidaten, darunter fünf, die bereits im Gemeinderat vertreten sind. Beobachter erwarten einen neuerlichen Sieg Heinz Schadens (SPÖ), der die Geschicke der Mozartstadt seit 1999 lenkt. Es ist sein letztmaliges Antreten. Angesichts der vielen Mitbewerber hält er selbst eine Stichwahl für nicht unwahrscheinlich.

Veränderungen in Hallein

In der ehemals tiefroten Arbeiterstadt Hallein wollen die Sozialdemokraten die absolute Mehrheit der ÖVP brechen. Dort hatte 1999 der ÖVP-Mann Christian Stöckl die Direktwahl gewonnen. In den Folgejahren drehte er mit der Volkspartei auch die Gemeindevertretung und erzielte zuletzt sogar die "Absolute". Stöckl wechselte allerdings im vergangenen Frühjahr als Landeshauptmann-Stellvertreter in die Landesregierung, sein Nachfolger Gerhard Anzengruber sitzt noch nicht so fest im Sattel. Größter Herausforderer ist SPÖ-Vizebürgermeister Walter Reschreiter.

Situation in Zell am See ist spannend

Auch in Zell am See wird das Ringen um den Bürgermeister-Sessel spannend. Dort starb überraschend der in der Stadt beliebte ÖVP-Bürgermeister Hermann Kaufmann vorigen Oktober. Seither amtiert in der Bergstadt Peter Padourek (ÖVP). Die Zeit, sich Amtsbonus aufzubauen, war kurz. Zudem schickt die SPÖ ein politisch schwergewichtiges Kaliber in den Ring: Mit Hans Wallner will es einer noch einmal wissen, der schon in den 1990er-Jahren Bürgermeister von Zell am See war.

Ausgang in Bischofshofen noch unklar

 Schwer zu prognostizieren ist der Wahlausgang auch in der Eisenbahnerstadt Bischofshofen: ÖVP-Bürgermeister Jakob Rohrmoser - er "regiert" trotz absoluter SPÖ-Mehrheit in der Gemeindevertretung - tritt nicht mehr an. Die Volkspartei schickt heuer Stadträtin Barbara Saller ins Rennen, SPÖ-Herausforderer ist der Lokführer Hansjörg Obinger.

ÖVP ist Hausmacht in Salzburger Gemeinden

Unter dem Strich ist nach wie vor die ÖVP die Hausmacht in Salzburgs Gemeindestuben. Von den 2.110 Mandaten belegt sie zurzeit 1.102 (52 Prozent). Heuer werden um sechs Sitze mehr vergeben, weil einige Gemeinden gewachsen sind und ihre Gemeindevertretung daher größer wird. Die ÖVP stellt auch 95 der 119 Bürgermeister. Sie ist die einzige Partei, die heuer in jeder Gemeinde eine Liste erstellen konnte - in Einzelfällen allerdings als VP-nahe Namensliste. In 112 Orten schickt die Volkspartei auch einen eigenen Kandidaten ins Rennen um das Bürgermeisteramt.

FPÖ kann in 106 Gemeinden gewählt werden

Die SPÖ tritt nur in zwei Gemeinden nicht an, in 77 Orten stellt sie auch einen Bürgermeister-Kandidaten. Die FPÖ kann heuer in 106 Gemeinden gewählt werden, in 29 steigt auch einen freiheitlicher Anwärter für das Amt des Ortschefs in den Ring. Und die Grünen haben in 37 Gemeinden eigene Listen geschafft, grüne Bürgermeister-Kandidaten gibt es in 18 Orten. Insgesamt bewerben sich für die 119 Bürgermeister-Sessel 265 Kandidaten, darunter 25 Frauen. In 30 Gemeinden haben die Bürger allerdings keine Auswahl, weil dort jeweils nur ein einziger Kandidat nominiert wurde. (APA)

(Quelle: S24)

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