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An eisiger Stelle ausgerutscht

Hintersee – Jener 42-jährige Faistenauer, der kurz nach Jahreswechsel am Gennerhorn abgestürzt ist, dürfte auf einer eisigen Stelle in der Nähe des Gipfels ausgerutscht sein. Das vermutet der Landesleiter der Salzburger Bergrettung, Estolf Müller, im Gespräch mit der APA. “Er war ein erfahrener, ausgezeichneter Alpinist und hat das Gebiet sehr gut gekannt.” Hauptbericht

“Als Bergretter war er ausgesprochen engagiert”, bedauerte der Landesleiter den Tod seines Kollegen. Das 42-jährige Bergretter war ledig und hinterlässt nach Angaben der Bergrettung keine Kinder.

Zeugen des Unfalls gibt es offenbar keine. Der Kraftfahrer hatte die Skitour mit einem weiteren Bergretter der Ortsstelle Salzburg unternommen, der aus der Stadt Salzburg stammt. Die beiden waren von der “Gennerhütte”, in der Mitglieder der Ortsstelle Salzburg Silvester feierten, auf das Gennerhorn gestiegen.

Ob das Unglück beim Auf- oder Abstieg passiert ist, war vorerst nicht klar. “Die zwei sind in einem großen Abstand voneinander auf den Berg gegangen. Der zweite Bergsteigerhat ihn nicht gesehen. Ob auf den Skiern Felle gespannt waren oder nicht, wissen wir nicht. Sie wurden noch nicht gefunden”, schilderte Müller.

Die anderen Bergretter, die sich in der Hütte befanden, wollten dem zweiten Alpinisten bei der Bergung des Abgestürzten helfen. Doch der lag in einer exponierten Stelle, so dass sie auf das Tageslicht warten mussten. Der Verunglückte hatte erst vor einem Jahr bei der Bergung eines 52-jährigen Zahnarztes aus Tittmoning (Bayern) mitgeholfen, der bei der Abfahrt vom Gennerhorn einen Lawinenabgang nicht überlebt hatte.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 07.05.2021 um 06:15 auf https://www.salzburg24.at/archiv/an-eisiger-stelle-ausgerutscht-59609878

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