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Anklage nach Angriff vor jüdischen Zentren in USA

Polizeifoto des Angeklagten Salzburg24
Polizeifoto des Angeklagten

Nach den tödlichen Schüssen in jüdischen Einrichtungen in den USA droht dem mutmaßlichen Täter die Todesstrafe. Die Staatsanwaltschaft in Kansas legte Frazier Glenn Cross (73) am Dienstag dreifachen Mord zur Last. Bei seinem ersten Gerichtstermin wurde Cross per Videoübertragung aus dem Gefängnis zugeschaltet. Die Kaution wurde auf zehn Millionen Dollar (7,22 Millionen Euro) festgesetzt.

Cross hatte am Sonntag in der Stadt Overland Park nahe Kansas City das Feuer eröffnet. Zunächst erschoss er auf dem Gelände eines jüdischen Gemeindezentrums einen 14-Jährigen und dessen 69-jährigen Großvater. Anschließend tötete er vor einem jüdischen Altersheim eine 53-jährige Frau, die dort ihre Mutter besuchte. Die Polizei konnte Cross später auf dem Parkplatz einer Schule festnehmen.

Die Staatsanwaltschaft verfolgt nun eine Mordanklage mit einem Todesurteil als Höchststrafe. Die Anklageschrift gegen Cross ist noch vorläufig und könnte um zusätzliche Punkte erweitert werden. Außerdem könnte das Verfahren an die Bundesjustiz abgegeben werden, die Cross wegen eines "Hassverbrechens" anklagen will. Auch dort könnte dem Mann, der mit dem Ku-Klux-Klan und anderen rechtsextremen Gruppen in Verbindung steht, die Todesstrafe drohen.

Cross saß bei seinem Gerichtstermin am Dienstag im Rollstuhl und hatte die Arme verschränkt. Weil er nach seinen Angaben kein Geld für einen Anwalt hat, nahm er einen Pflichtverteidiger an. Das Gericht legte den 24. April als Termin für die nächste Anhörung fest.

Vieles deutet auf eine Straftat mit antisemitischem Hintergrund hin. In Fernsehaufnahmen vom mutmaßlichen Schützen nach der Festnahme ist zu hören, wie er auf dem Rücksitz eines Polizeiautos "Heil Hitler" schreit. Das Southern Poverty Law Center, das rechtsradikale Gruppen in den USA beobachtet, bezeichnete Cross als "langjährigen Antisemiten". In den 80er Jahren führte er demnach einen "paramilitärischen" Ableger des berüchtigten Ku-Klux-Klans an. Seine drei Opfer, die er vor den jüdischen Einrichtungen niederschoss, waren aber Christen.

(Quelle: S24)

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