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Anna Fenninger holte Gesamt-Weltcup

Anna Fenninger steht seit Donnerstagmittag als alpine Ski-Weltcup-Gesamtsiegerin fest. Die 24-jährige Salzburgerin holte sich mit Platz zwei im Super-G beim Saisonfinale in Lenzerheide erstmals die große Kristallkugel. Der Sieg ging an die Schweizerin Lara Gut, die sich damit auch die kleine Kristallkugel für den Gewinn der Super-G-Wertung sicherte. Die Slowenin Tina Maze komplettierte das Podest.

"Ich kann gar nichts sagen. Es ist so cool. Dass ich das so erleben darf ist unglaublich", rang Fenninger in ihrem ersten Interview nach Worten. Durch den Olympiasieg im Super-G sei sie ohne Druck ins Saison-Finish gegangen. "Das war vom Kopf extrem wichtig, weil ein Olympia-Sieg eines der Größten ist, was man gewinnen kann. Ich habe dann keinen Druck mehr gespürt, egal was kommt", betonte Österreichs Sportlerin des Jahres.

Mit Nicole Schmidhofer, die als Vierte nur um 13 hundertstel Sekunden am Podest vorbeifuhr, und Regina Sterz als Fünfter sowie Cornelia Hütter als Siebenter landeten neben Olympiasiegerin Fenninger noch drei weitere ÖSV-Damen im letzten Weltcup-Super-G in der Schweiz in den Top Ten, obwohl Nicole Hosp und Elisabeth Görgl, am Vortag noch Zweite in der Abfahrt, ausschieden.

Für Gut war es der zehnte Weltcup-Sieg ihrer Karriere, der sechste im Super-G und bereits siebente im Olympia-Winter. "Das ist genial. Es ist schön, den letzten Super-G hier in der Schweiz und auch die kleine Kugel zu gewinnen", frohlockte Gut, die schon tags zuvor in der Abfahrt einen Heimsieg gefeiert hatte. In dieser war die Deutsche Maria Höfl-Riesch so schwer gestürzt, dass sie verletzungsbedingt nicht mehr in den Kampf um den Gesamt-Weltcup eingreifen konnte.

Fenninger war in all ihren Rennen nach den Olympischen Winterspielen in Sotschi, wo sie neben Gold im Super-G auch noch Riesentorlauf-Silber erobert hatte, mit Ausnahme der Abfahrt in Lenzerheide am Mittwoch, in der sie Sechste wurde, nie schlechter als Zweite. "Wenn sie den Gesamt-Weltcup holt, dann ist das hochverdient", betonte deshalb Höfl-Riesch am Donnerstag vor dem Super-G in einem ARD-Interview, dass Fenninger eine würdige Gewinnerin der großen Kristallkugel ist.

Auch Tina Maze, die im Vorjahr mit Punkte-Rekord Gesamt-Weltcup-Siegerin geworden war, vertritt diese Meinung. "Sie (Anna Fenninger, Anm.) ist eine Super-Fahrerin. Sie hat viel Talent und arbeitet gut. Gratulation, dass sie es jetzt geschafft hat", sagte die Slowenin nach ihrem dritten Super-G-Rang.

(Quelle: S24)

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