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Anton-Faistauer-Preis 2011 geht an Tobias Pils

Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller übergab am Donnerstag im Traklhaus den Anton-Faistauer-Preis 2011 an den Maler Tobias Pils.

"Der Anton-Faistauer-Preis strahlt weit über die Grenzen Salzburgs hinaus und gehört zu den bedeutendsten Kulturpreisen, die das Land Salzburg vergibt. Heuer sind es insgesamt elf Künstler, sechs Frauen und fünf Männer, die es verdientermaßen bis ins Finale in die Galerie im Traklhaus, wo ihre Werke derzeit zu sehen sind, geschafft haben?, so die Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller.


Der Anton-Faistauer-Preis gibt jungen Kunstschaffenden die Möglichkeiten, regional aber auch national auf sich aufmerksam zu machen. Die Einreichungen decken dabei ein breites künstlerisches Spektrum ab und geben Einblicke in das vielfältige Schaffen der Künstler, das einmal mehr auf einem qualitativ sehr hohen Niveau steht.


Die Jury, der heuer die Preisträgerin 2008, Gerlind Zeilner, Dr. Günther Dankl, Kurator am Tiroler Landesmuseum, und der in Wien lebende Salzburger Maler Jakob Gasteiger angehörten, begründete die Vergabe der Preise folgendermaßen:

Tobias Pils (1971 in Linz geboren) hat ein geschlossenes, eigenständiges Werk entwickelt. Er baut seine Malerei aus Flächen und Schichten heraus auf, in die er graphische Elemente integriert und sie zu einer Gesamtheit verarbeitet. Seine Malerei entsteht aus einer spontanen Entscheidung während des Arbeitsprozesses.

Die Anerkennungspreise gehen an Isa Schmidlehner  und Clemens Wolf

Der Ausgangspunkt für Malerei von Isa Schmidlehner, die 1971 in Wien geboren wurde, ist die Erzählung, die sie durch malerische Umsetzung relativiert. Das Endprodukt ist reine Malerei; die Erzählung bleibt Fragment. Die Bilder bauen sich über die Farben auf, das Ergebnis ist eine farbintensive, bis ins Skurrile gehende Malerei.

Clemens Wolf (geboren 1981 in Wien) betreibt eine Malerei, die vom Motiv ausgeht, jedoch nicht daran festhält, sondern in ein malerisches Konzept überführt wird. Er geht von thematischen Ansätzen aus - Maschendraht und Bauzäune als Abgrenzung - der Künstler versteht es aber, die vordergründigen Inhalte durch eine konzeptuelle Malerei aufzulösen.

Der Anton-Faistauer-Preis Der Anton-Faistauer-Preis wurde 1972 zum ersten Mal vergeben und ist heuer bereits zum 14. Mal österreichweit für Künstler und Künstlerinnen unter 40 Jahre ausgeschrieben worden. Er ist mit 7.000 Euro dotiert. Außerdem wurden heuer zwei Anerkennungspreise zu je 2.000 Euro vergeben. In der ersten Jurysitzung für den diesjährigen Anton-Faistauer-Preis im März 2011 wurden aus 87 Einreichungen die Teilnehmer für die Ausstellung in der Landesgalerie im Traklhaus, die bis 11. Juni zu sehen ist, ausgewählt. Diesmal sind es ausnahmsweise elf, fünf Künstler und sechs Künstlerinnen, deren Werke zu sehen sind. Es handelt sich dabei um Alfredo Barsuglia, Béatrice Dreux, Aurelia Gratzer, Michael Horsky, Julia Maurer, Ute Müller, Tobias Pils, Petra Polli, Jörg Reissner, Isa Schmidlehner, Clemens Wolf). Das Spektrum der ausgestellten Werke reicht von abstrakten, geometrischen Motiven bis zu realistischen Darstellungen, so dass dem Publikum ein interessanter Einblick in die junge, aktuelle österreichische Malerei geboten wird.

Die bisherigen Träger des Anton-Faistauer-Preises sind: Wolfgang Denk und Kuno Küster (1972), Ines Höllwarth und Herbert Stejskal (1975 - In den ersten Jahren wurde der Preis zu gleichen Teilen an einen österreichischen und einen ausländischen Künstler vergeben), Johann Jascha (1977 - Anlässlich des 90. Geburtstages von Anton Faistauer vergab das Land Salzburg einen Sonderpreis für Zeichnung), Drago J. Prelog (1979), Wolfgang Böhm (1983), Johanes Zechner (1987), Jakob Gasteiger (1990), Elmar Trenkwalder (1993), Gunter Damisch (1996), Suse Krawagna (1999), Esther Stocker (2002), Eva Wagner (2005) und Gerlind Zeilner (2008).

Anton Faistauer Anton Faistauer wurde 1887 in St. Martin bei Lofer geboren und studierte von 1906 bis 1909 an der Akademie der bildenden Künste in Wien. 1909 gründete er die "Neukunst-Gruppe" in Wien, mit der er einige Ausstellungen organisierte. Während des Krieges kehrte er ins Land Salzburg zurück. 1919 war er in Salzburg Mitbegründer der Künstlervereinigung "Der Wassermann". Er unternahm viele Reisen, und seine Bilder waren in erfolgreichen Ausstellungen zu sehen. Er galt unbestritten als einer der führenden Vertreter der modernen österreichischen Malerei seiner Zeit, wie Prof. Franz Fuhrmann 1972 schrieb. 1930 starb Anton Faistauer als allgemein anerkannter Künstler. (APA)

(Quelle: S24)

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