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Arbeitslosigkeit in Salzburg im Juni weiter gestiegen

Salzburg – 11.142 Personen waren Ende Juni in Salzburg als arbeitslos vorgemerkt, um 51,8 Prozent mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Besonders betroffen sind unverändert die Bau-Branche und die Industrie, berichtet das AMS.

Auch zum Sommerbeginn gibt es nur wenige Lichtblicke auf dem Arbeitsmarkt. 11.142 Personen waren Ende Juni als arbeitslos vorgemerkt. Das sind um 3.802 Personen, bzw. 51,8 Prozent mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Die wieder stärker erhöhte Prozentzahl an Arbeitslosen hängt auch mit der Euro 2008 zusammen. So war die Beschäftigungslage bei der Fußball-EM in Salzburg laut AMS im Vergleichsmonat des Vorjahres besonders günstig.

Bundesweit hat die Arbeitslosigkeit um 33 Prozent zugenommen. Die unselbständige Beschäftigung ist mit minus 1,4 Prozent auf 233.795 Dienstverhältnisse in geringerem Ausmaß als im übrigen Österreich (-1,8 Prozent) gesunken. Daraus ergebe sich im Bundesland Salzburg eine Arbeitslosenquote nach nationaler Berechnungsmethode von 4,5 Prozent (Österreich: 6,3 Prozent), das sei knapp nach Oberösterreich (4,2 Prozent) die zweitniedrigste Quote, so das AMS Salzburg. An Schulungsaktivitäten haben 2.713 Personen (+ 55,2 Prozent) teilgenommen. Bei Männern (5.890 Arbeitslose, +73,1 Prozent) ist die Arbeitslosigkeit mehr als doppelt so stark gestiegen wie bei Frauen (5.252 Arbeitslose, +33,4 Prozent). Bei jungen Arbeitskräften bis 24 Jahre ist der Zuwachs mit plus 46,9 Prozent etwas geringer ausgefallen als in der Altersgruppe ab 50 Jahre mit einem Plus von 50,6 Prozent.

Nach Branchen bietet sich das mittlerweile gewohnte Bild: Die Arbeitslosigkeit in der Warenherstellung ist mit 158,5 Prozent oder 1.065 Personen weiter stark gestiegen. Hauptbetroffen sind auch diesmal wieder der Maschinenbau (+243 Personen oder 506 Prozent), die Kfz-Zulieferung (+178 Personen oder 52 Prozent) sowie die Erzeugung von Kunststoffwaren (+126 Personen oder 360 Prozent). Ebenfalls überdurchschnittlich gestiegen ist die Arbeitslosigkeit mit einem Plus von 67,5 Prozent am Bau.

Als vergleichsweise erfreulich bezeichnet man beim Arbeitsmarktservice Salzburg die Entwicklung auf dem Lehrstellenmarkt. Der Zuwachs bei Lehrstellensuchenden beträgt lediglich 8,4 Prozent, das ist das geringste Plus bundesweit. Bei einem gleichzeitigen leichten Minus von 8,4 Prozent bei den offenen Lehrstellen entfallen auf insgesamt 180 lehrstellensuchende Jugendliche 502 offene Lehrstellen. Der Großteil davon stammt aus dem Gastgewerbe. Anton Költringer, stellvertretender Landesgeschäftsführer des AMS Salzburg, sieht keine Gefahr für einen Lehrstellen-Engpass im Herbst: ”Das AMS hat mit Kofinanzierung durch das Land Salzburg im Rahmen der Ausbildungsgarantie für Jugendliche über 500 Plätze in Lehrgängen geschaffen.” Bereits jetzt absolvieren rund 200 Jugendliche auf diesem Weg eine Lehrausbildung, so Költringer.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 07.05.2021 um 11:22 auf https://www.salzburg24.at/archiv/arbeitslosigkeit-in-salzburg-im-juni-weiter-gestiegen-59621017

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