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Arbeitslosigkeit in Salzburg weiter steigend aber mehr offene Stellen

Salzburg – Wenig Veränderung zeigt sich auf dem Salzburger Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosigkeit nimmt in ähnlichem Ausmaß wie in den Vormonaten zu. Lichtblicke sind die auf dem Niveau des Vorjahres bleibende Zahl an Lehrstellensuchenden und der Zuwachs bei den offenen Stellen, teilte das AMS Salzburg mit.

Insgesamt 10.678 Personen waren Ende August im Bundesland Salzburg als arbeitslos vorgemerkt. Das ist gegenüber dem Vergleichszeitpunkt des Vorjahres ein Plus von 3248 Personen oder 43,7 Prozent. Bundesweit ist die Arbeitslosigkeit um 29,8 Prozent gestiegen. Bei Männern wirkte sich der Zuwachs mit plus 58,3 Prozent auf 5.645 Personen fast im doppelten Ausmaß aus wie bei Frauen mit plus 30,3 Prozent auf 5.033 Personen. Die Zahl der Schulungsteilnehmer  erhöhte sich um 53,7 Prozent auf 2.313. Im Ranking der Bundesländer nach Arbeitslosenquoten führt Salzburg mit dem Bestwert von 4,3 Prozent.

Während die Zahl Arbeitsuchender ab 50 Jahre mit einem plus von 45,8 Prozent etwa im Ausmaß der Gesamtarbeitslosigkeit zugenommen hat, stieg die Arbeitslosigkeit junger Arbeitskräfte bis 24 Jahre mit plus 36,8 Prozent unterproportional. “Erfreulich ist, dass die Arbeitslosigkeit in der untersten Altersgruppe, den bis 19-Jährigen, mit einem Plus von 27 Prozent deutlich unter dem Durchschnitt gehalten werden konnte. Ebenfalls ein Lichtblick ist, dass die Zahl der Lehrstellensuchenden auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden konnte”, so Siegfried Steinlechner, Landesgeschäftsführer des Arbeitsmarktservice Salzburg, über die relativ günstige Entwicklung bei der Jugendarbeitslosigkeit. Als kleinen Hoffnungsschimmer sieht man beim AMS Salzburg darüber hinaus den steigenden Zugang an offenen Stellen. Gegenüber dem Vorjahr verzeichnet das AMS einen Zuwachs von 10,1 Prozent an Stellenmeldungen sowohl im Dienstleistungs- als auch im Produktionsbereich.

Nach Branchen zeigt sich das im bisherigen Jahresverlauf vorherrschende Bild: Die meisten Arbeitslosen-Zuwächse gibt es im Bereich der Warenherstellung mit plus 108 Prozent (auf 1.779 Personen), wobei vor allem der Maschinenbau und die Kfz-Zulieferbranche betroffen sind. Auch beim Bauwesen (plus 57,4 Prozent auf 543 Personen) und in der Sparte Verkehr (plus 51,9 Prozent auf 732 Personen) registriert das AMS überdurchschnittliche Zuwächse. Zwar mit nur unterdurchschnittlichem Anstieg aber einer hohen Zahl an Betroffenen zeigt sich die Lage im Handel (plus 36,2 Prozent auf 1.937 Personen) und im Fremdenverkehr (plus 35 Prozent auf 1.635 Personen).

(Quelle: S24)

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