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Asyl: Burgstaller gegen Lager in Salzburg

Salzburg – Die Regierung will die Suche nach einem Standort für das dritte Flüchtlings-Erstaufnahmezentrum nun auf ganz Österreich ausdehnen, stößt damit aber auch in den anderen Bundesländern auf Widerstand. So auch in Salzburg.

Für Salzburgs Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (SPÖ) wäre es “unlogisch”, ihr Bundesland als Standort für ein Erstaufnahmezentrum ins Spiel zu bringen, wie sie gegenüber der APA sagte. Auch schärfere Sanktionen für Länder, die ihre Asylqquote nicht erfüllen, lehnt Burgstaller ab. Sie verwies darauf, dass es bereits jetzt einen finanziellen Ausgleich gebe, denn jene Bundesländer, die die Quote nicht erfüllen, würden zugunsten jener zahlen, die sie erfüllen. Die Rücksprache mit zuständigen Beamten habe im Übrigen ergeben, dass es in letzter Zeit keine Anfragen für zusätzliche Aufnahmen in Salzburg gab. Ihr Bundesland sei jedenfalls zur Erfüllung der Asylquote bereit, in der Asyldebatte müssten jedoch die Grundlagen versachlicht werden, so Burgstaller.

Ein Erstaufnahmezentrum in Salzburg würde Burgstaller jedenfalls ablehnen. Schon die Flüchtlingsströme würden dagegen sprechen, weil diese hauptsächlich den Osten und den Süden Österreichs betreffen. Es sei auch Tatsache, dass viele Asylwerber lieber in den Zentralräumen im Osten untergebracht werden wollten und nicht in den westlichen Bundesländern. Burgstaller hält es für notwendig, die Verfahren in den Erstaufnahmezentren zu beschleunigen, um rascher zu klären, ob jemand in Österreich einen Asylantrag stellen kann.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 18.05.2021 um 08:17 auf https://www.salzburg24.at/archiv/asyl-burgstaller-gegen-lager-in-salzburg-59631097

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