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Aufmarsch der Wahlwerber bei Salzburgs Wochenmarkt Schranne

Salzburg-Stadt – Vom Bären als Schlüsselanhänger bis zum Energy-Drink gab es alles gratis als “Wahlzuckerl” am Donnerstag auf dem traditionellen Wochenmarkt “Schranne” als Geschenke für potenzielle Wähler von den anwesenden wahlwerbenden Gruppierungen.

Auf einem Informationsstand von BZÖ, Liste Fritz, FPÖ, SPÖ und FPÖ, die sich direkt nebeneinander befanden, wurde im Namen der jeweiligen Spitzenkandidaten mit großem Einsatz um die Gunst der Wähler geworben.

Vier Pflaster: “Mei, hoffentlich wohl nicht symbolisch als Trostpflaster für einen möglichen Wahlausgang”, meinte eine Sympathisantin beim BZÖ-Wahlkampfstand, wo Mitarbeiter des BZÖ neben den üblichen Kugelschreibern auch Fruchtgummis verteilten. “Heute ist der Jörgl bei uns im Sternbräu. Da müsst ihr unbedingt hingehen. So einen Politiker wie den findet ihr sonst nicht”, warb einer der Wahlhelfer des BZÖ-Chefs. “Ja, aber von der Veranstaltung weiß ich gar nichts”, so eine Frau, worauf ihr ein Zettel mit dem BZÖ-Spitzenkandidaten in die Hand gedrückt wurde mit der Aufforderung, doch auch hinzugehen.

“Wir haben leider noch keine Unterlagen. Aber im Internet kann man sich das Programm von Fritz Dinkhauser anschauen und nächste Woche gibt’s auch einen Folder. Wir haben nämlich nicht so viel Geld wie die anderen”, meinte eine der Wahlhelferinnen der “Liste Fritz” zu einer interessierten älteren Frau. “Jetzt kann ich Ihnen nur einen Drink anbieten”, sagte sie und reichte ihr als Trost eine weiße Dose mit der Aufschrift “fritz dinkhauser”.

Nach dem “Wasti-Hund” von Peter Westenthaler bei der Nationalratswahl 2006 gibt es quasi als Nachfolger das “hc-Bärli” der FPÖ als Schlüsselanhänger. “Kann ich mir so einen Bären nehmen?”, fragten etliche der Vorbeigehenden, wofür es natürlich ein zustimmendes Nicken der Freiheitlichen gab. “Die Bären gehen bei uns weg – die finden so großen Anklang, dass wir sie verkaufen könnten”, erklärte NRAbg. Robert Aspöck, der als einziger Politiker heute auf der Schranne gesichtet wurde. “Wir machen das im Rotationsprinzip – jede Woche ist ein anderer Politiker auf der Schranne”, stellte Pressesprecher Mario Apriessnig auf Anfrage fest.

Die ÖVP warb für Wilhelm Molterer unter anderem mit Luftballons. “Kann ich für mein Enkerl einen haben?” – “Aber natürlich”, und schon wurden dem Pensionisten gleich mehrere ausgehändigt. “Hier haben sie weiße und gelbe Luftballons – vielleicht haben Sie ja noch andere Enkerln”, so die Wahlelferin. Und für den Rentner gab’s Traubenzucker, “damit’s a Energie haben, um für uns Werbung zu machen”.

Beim SPÖ-Stand wurde – so wie jeden Donnerstag – für Spitzenkandidat Werner Faymann mit zahlreichen Geschenken geworben. “Nein, der Herr Faymann hält, was er verspricht – zumindest, wenn ihn die anderen lassen”, beruhigte eine Wahlhelferin eine ältere Dame, deren Korb mit den verteilten Unterlagen und Aufmerksamkeiten der anderen Gruppierungen auf Politikinteresse stoßen ließ. “Lesen Sie sich die Broschüre gut durch, und hören Sie dem Werner zu, dann werden Sie sicher uns wählen”, fügte ein anderer Wahlhelfer dazu.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 17.06.2019 um 04:32 auf https://www.salzburg24.at/archiv/aufmarsch-der-wahlwerber-bei-salzburgs-wochenmarkt-schranne-59599975

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