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Ausbreitung von Norovirus-Erkrankungen verhindern

Salzburg – Seit November 2008 treten vermehrt kleinere Ausbrüche von Norovirus-Erkrankungen, be­son­ders in Altenheimen und Krankenhausabteilungen im Bundesland Salzburg auf. In diesem Zusam­men­hang weist Dr. Monika Ruis von der Landessanitätsdirektion darauf hin, dass Noroviren weltweit verbreitet und für einen Großteil der Brechdurchfall-Erkrankungen (Gastroenteritiden) verantwortlich sind.

Die Landessanitätsdirektion empfiehlt daher Vorsichts- und Hygienemaßnahmen. Infektionen mit Noroviren können das ganze Jahr über auftreten, wobei ein saisonaler Gipfel in den Monaten Oktober bis März zu beobachten ist. Kinder unter fünf Jahren und ältere Personen sind besonders häufig betroffen.

Dies begünstigt, dass Norovirus-Erkrankungen vor allem in Gemeinschaftseinrichtungen wie Krankenhäusern, Altenheimen, Schulen, Jugendherbergen sowie Kindergärten gehäuft auftreten. Die Ansteckungsmöglichkeit ist sehr hoch, da bereits eine minimale Virus-Dosis für das Entstehen einer Erkrankung ausreichend ist. Die Übertragung erfolgt direkt von Mensch zu Mensch über Kontakt mit Stuhl, über indirekten Kontakt mit kontaminierten Oberflächen, durch Erbrochenes sowie beim Erbrechen entstehende Aerosole (in der Luft schwebende feine Tröpfchen). Die Erkrankung entsteht oft aus völliger Gesundheit mit schwallartigem Erbrechen, häufig begleitet von Übelkeit, Bauchschmerzen mit Krämpfen und Durchfall.

Die Erkrankung ist mit einer durchschnittlichen Dauer von ein bis zwei Tagen relativ kurz. Die Erreger können aber zwei bis drei Tage nach der Erkrankung noch mit dem Stuhl ausgeschieden werden, und somit sind Erkrankte 48 Stunden nach vollständigem Abklingen der Symptome noch ansteckend, betont Dr. Ruis.

Um eine Ausbreitung der Erkrankung möglichst einzudämmen, werden von der Landessanitätsdirektion folgende Vorsichts- und Hygienemaßnahmen dringend empfohlen:

· Vermeidung von Besuchen in Altenheimen und Krankenanstalten, wenn eine Norovirus-Erkrankung im familiären Umfeld besteht oder eine Norovirus-Erkrankung durchgemacht wurde und noch nicht mindestens 48 Stunden zurückliegt.

· Wenn im Familienverband eine Norovirus-Erkrankung vorliegt, sollten bei Kontakt mit dem Erkrankten zumindest ein Mundschutz getragen werden und nach Kontakt mit dem Erkrankten und mit möglicherweise infizierten Oberflächen eine Händedesinfektion mit einem geeigneten Desinfektionsmittel durchgeführt werden.

· Erkrankte Personen sollten noch mindestens 48 Stunden nach vollständigem Abklingen der Symptome nicht zur Arbeit, zur Schule oder in den Kindergarten gehen.

· Erkrankte Personen sollen nach Abklingen der Symptome noch für mindestens zwei bis drei Tage eine hygienische Händedesinfektion nach dem Stuhlgang durchführen.

“Die Einhaltung dieser Verhaltens- und Hygienemaßnahmen sind umso wichtiger, da es keine Impfung gibt”, so Dr. Monika Ruis.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 08.05.2021 um 10:35 auf https://www.salzburg24.at/archiv/ausbreitung-von-norovirus-erkrankungen-verhindern-59609938

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