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Ausrutschen auf Glatteis: 1400 Verletzte in Salzburg

Salzburg – 1400 Menschen rutschten 2008 in Salzburg auf Glatteis aus und verletzten sich. Zwei von drei Verletzten zogen sich Knochenbrüche zu. Vor allem das Handgelenk und die Schulter sind von Verletzungen betroffen, berichtet das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV).

Rund 16.600 Menschen verletzten sich 2008 in Österreich durch Ausrutschen auf Schnee oder Glatteis und mussten im Spital behandelt werden. Deutlich weniger waren es im schneearmen Jahr 2007, in dem sich etwa 9.000 Menschen bei einem Sturz auf eisigen Wegen verletzten. Im Bundesland Salzburg gab es 2008 rund 1.400 Verletzte, 2007 waren es nur 700. “Aufgrund der winterlichen Bedingungen in der vergangenen Woche rechnen wir auch heuer mit einer hohen Zahl an Sturzunfällen durch Ausrutschen”, sagt Rainer Kolator, Leiter des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV) in Salzburg.

Die häufigste Verletzung nach Stürzen auf Eis und Schnee sind Knochenbrüche: Mehr als zwei Drittel der Verletzten zogen sich einen Knochenbruch zu. Jeder siebente Verletzte erlitt Sehnen- und Muskelverletzungen. “Vor allem das Handgelenk und die Schulter sind von Verletzungen betroffen, da man während des Fallens in der Regel versucht sich mit der Hand abzustützen”, erklärt Rainer Kolator. Im schlimmsten Fall, wenn Verletzte z.B. bewusstlos oder in alkoholisiertem Zustand sind, kann es zu Erfrierungen kommen, die mitunter tödlich enden, wie jüngste Medienberichte zeigen. “Wichtig ist, die Kälte nicht zu unterschätzen und sich entsprechend der Temperaturen zu kleiden”, rät Rainer Kolator.

Bei Unfällen auf nichtgeräumten Wegen haftet der Hauseigentümer

Jeder zweite Unfall durch Ausrutschen bei winterlichen Witterungsverhältnissen passierte auf öffentlichen Verkehrsflächen, jeder dritte in der eigenen Wohnumgebung. “Haus- bzw. Grundstückseigentümer sind gesetzlich dazu verpflichtet, Gehwege, Gehsteige und Stiegenanlagen entlang des Grundstücks von Schnee oder ähnlichen Verunreinigungen, die Fußgänger gefährden könnten, zu säubern”, betont Rainer Kolator. Bei Unfällen auf nicht geräumten Wegen haftet der Liegenschaftseigentümer. “Besonders eisige Treppen, abfallende Rampen und Gehwege können rasch zu einer gefährlichen Rutschpartie werden, vor allem dann, wenn man mit glatten oder abgenutzten Sohlen unterwegs ist. Festes Schuhwerk mit griffiger Sohle ist unbedingt empfehlenswert”, so der Leiter des Kuratoriums für Verkehrssicherheit in Salzburg.

Sicherheitstipps:

· Für Hauseigentümer: Gehsteig bzw. Straßenstück rechtzeitig räumen

· Feste, flache Schuhe mit guten Profilsohlen tragen

· Hektik vermeiden

· Ev. Schuhspikes verwenden (nicht in Räumlichkeiten)

· Bei extremer Glätte: vermeiden Sie unnötige Wege (z.B. Zustellservice oder Fahrtendienst beauftragen)

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 18.05.2021 um 11:21 auf https://www.salzburg24.at/archiv/ausrutschen-auf-glatteis-1400-verletzte-in-salzburg-59631103

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