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Ausschreitungen vor Zyperns Parlament

Protest gegen Privatisierung Salzburg24
Protest gegen Privatisierung

Aus Protest gegen die geplante Privatisierung der zypriotischen Elektrizitätsgesellschaft (EAC-AHK) haben hunderte Angestellte versucht, das Repräsentantenhaus in der zypriotischen Hauptstadt zu stürmen. Dabei seien drei Menschen leicht verletzt worden, berichteten Mitarbeiter von Krankenhäusern. Eine für Montag geplante Parlamentsdebatte musste vorübergehend abgebrochen werden.

Aktivisten hatten den Strom im Parlament abgeschaltet. Zudem funktionierte der Notfall-Stromgenerator des Parlamentes nicht. Die Stromversorgung habe nach etwa 30 Minuten wieder funktioniert, sagte ein Augenzeuge der Nachrichtenagentur dpa. Die Debatte im zuständigen Parlamentsausschuss sei dann fortgesetzt worden.

Es handelt sich um die bisher härteste Reaktion auf die Sparmaßnahmen und die geplante Verschlankung des Staates nach Beginn der Banken- und Finanzkrise in Zypern im März 2013.

Bei den Auseinandersetzungen setzte die Polizei Tränengas und Schlagstöcke ein, um die Demonstranten auseinander zu treiben. Das zeigten Aufnahmen des zypriotischen Fernsehens (RIK). Die EAC-Mitarbeiter skandierten "Kein Verkauf des nationalen Besitzes" und "Hände weg von der EAC". "Sie (die Regierung) verkaufen die Kuh, um Milch zu kaufen", hieß es auf Transparenten. Einige Demonstranten schleuderten Feuerwerkskörper, Glühbirnen und Steine gegen die Polizei, durchbrachen die Absperrungen und drangen bis zum Eingang des Repräsentantenhauses vor.

Der Bankensektor hatte Zypern tief in die Krise gerissen. Nur die Hilfe internationaler Geldgeber bewahrte das Euroland vor der Pleite. Die Euro-Partner und der Internationale Währungsfonds (IWF) greifen Zypern mit 10 Mrd. Euro unter die Arme. Die Zyprioten selbst müssen 13 Mrd. Euro beisteuern. Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem hatte vergangene Woche erklärt, das Hilfsprogramm sei in der Spur.

(Quelle: S24)

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