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Bär "M13" im Südtiroler Vinschgau gesichtet

Der Bär mit dem Code-Namen "M13" ist am Wochenende im Südtiroler Schnalstal südlich der Ötztaler Alpen gesichtet worden. Das Landesamt für Jagd und Fischerei in Bozen warnte am Montag zur Vorsicht.

Das Tier zeige wenig Scheu vor Menschen. Man solle sich dennoch nicht nähern, fotografieren, filmen oder gar füttern, meinte der stellvertretende Landesamtsleiter Giorgio Carmignola. Im Unterschied zu anderen Artgenossen fliehe das Raubtier nicht vor Menschen. Angesichts dieses Verhaltens war der Bär im vergangenen Jahr in Ulten von der Landesjagdbehörde eingefangen und mit einem Sender-Halsband ausgestattet worden. Mit diesem GPS-gestützten Gerät war es möglich, seinen Aufenthalt und seine Bewegungen zu überwachen. Die Winterzeit verbrachte der Bär demnach in einsamen Gebieten an der Landesgrenze zwischen Südtirol und dem Trentino, ohne dass es zu Zwischenfällen kam. Im Jänner 2012 verlor "M13" dann sein Halsband. Beobachtungen ergaben, dass der mittlerweile zwei Jahre alte Bär wieder unterwegs ist. Auf seiner Frühlingswanderung durchquerte er von Ulten kommend, wo er Mitte März von einem Jagdaufseher aus nächster Nähe fotografiert worden war, die Vinschger Talsohle. Am vergangenen Samstag sichtete ihn eine Bäuerin im Schnalstal. Tourengeher beobachteten ihn am Sonntag am Talhang westlich von Schlanders. Im Frühling 2006 sorgte Braunbär "Bruno" für großes Aufsehen. Der aus Norditalien stammende „Problembär“ war  im Grenzgebiet von Österreich und Bayern herumgestreunt. Schlussendlich wurde Bruno zum Abschuss freigegeben, nachdem für mehrere zehntausend Euro eingeflogene finnische Bärenjäger ihn nicht hatten einfangen können. (Red./APA)
(Quelle: S24)

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