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Bahnengolf: Krof und Co. im Europacup

Robert Krof hängte vor fünf Jahren seine Fußballschuhe an den Nagel und griff zum Schläger. Nächste Woche kämpft er mit dem MGC Bischofshofen um eine Europacup-Medaille.

Robert Krofs sportliche Welt ist vom runden Leder auf Bälle zwischen 37 und 43 Millimeter geschrumpft. Dafür sind die Aussichten auf internationale Erfolge um ein vielfaches gestiegen. Der St. Johanner tritt mit seinem Staatsmeister-Team MGC Bischofshofen beim Europacup der Meister an…

“Nach 30 Jahren Fußball hatte ich die Nase voll”, so der St. Johanner, dessen letzte Station der USK St. Michael gewesen war, als Spielertrainer. Ein Engagement als Coach in Radstadt hatte sich dann wenige Tage vor Saisonstart zerschlagen, die geplante junge Welle hatte die “Oldies” gegen ihn aufgebracht.

Vom Hobby- zum Top-Spieler

“So haben ich und meine Frau ein gemeinsames Hobby gesucht”, so Krof. Dass der Griff nach dem Minigolf-Schläger so erfolgreich sein würde, war damals noch nicht abzusehen. “Nach zwei Jahren hab ich schon in der Bundesliga gespielt.”

Heute, zwei Staatsmeistertitel und eine Europacup-Bronzene (2007) später, gehört Krof zu Österreichs Elite. Gemeinsam mit Reinhard Schuster, Rupert Westenthaler, Andreas Lackner oder Michael Gebetshammer holte er 2008/09 wieder den Titel, der zur Europacup-Teilnahme berechtigt.

Das Ziel: Eine Medaille

Das Ziel in Vaduz (1. bis 3. Oktober) ist ein Medaillenrang. Die Favoriten kommen aus Schweden (Uppsala, Jönköping) und Deutschland (Hardenberg). Gleich dahinter sind aber bereits die Pongauer einzureihen. “Es werden vier, fünf Mannschaften um den dritten Rang spielen”, glaubt Krof.

 Gespielt wird in Vaduz auf Beton. Obwohl die Pongauer selbst diesen Belag bevorzugen, sieht Krof darin kaum einen Vorteil. “Trotz gleichem Belag, jede Bahn ist anders und hat ihre Eigenheiten.” Eine Rolle spielen Luftfeuchtigkeit, Höhenlage, Temperatur oder bahnspezifische Züge.

Temperatur-Unterschiede im Zehntelbereich entscheidend

Eine große Rolle spielt die Auswahl der Bälle. “Ich werde ca. 500 Bälle mitnehmen. Nach den Trainings (26. bis 30. September, Anm.) werden sechs oder sieben übrig bleiben, mit denen ich dann in den Wettkampf gehe”, sagt Krof.

Ein Vorteil für die Pongauer ist die Freundaschaft des “Playing-Captains” Michael Gebetshammer mit dem Schweizer Senioren-Nationalteamtrainer Eduard Schibli. Dieser kennt die Bahnen in Vaduz und steht als Berater zur Seite. “Das ist wichtig. Er weiß z.B. genau, welche Temperatur die Bälle haben sollten. Unterschiede im Zehntel-Grad-Bereich können da den Unterschied ausmachen”, weiß Krof. 

Das Team für Vaduz besteht neben Robert Krof aus Gebetshammer, Schuster, Westenthaler, Lackner, Daniel Krof, Mathias Jagschitz und Robert Halda. Lackner, Schuster, Westenthaler, Gebetshammer und Robert Krof sind gesetzt, die anderen drei spielen sich den sechsten Fixstarter und den Ersatzmann aus.

Modus: Gespielt wird in vier Dreier-Gruppen auf eine Gesamttabelle. Die besten sechst Teams der Vorrunde (zwei Tage) spielen sich wieder in zwei Dreier-Gruppen die Medaillen aus.

Mehr Infos bzw. Liveberichterstattung unter http://www.minigolfverband.li/default.html

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 13.05.2021 um 11:29 auf https://www.salzburg24.at/archiv/bahnengolf-krof-und-co-im-europacup-59624413

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