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Bifie will Probleme bei Zentralmatura ausräumen

Das Bundesinstitut für Bildungsforschung (Bifie) will gemeinsam mit der Bundesschülervertretung "Missverständnisse" und "Übersetzungsschwierigkeiten in das System" Schule bei der Zentralmatura ausräumen. Geplant sind eine Informationskampagne an Schulen und in Sozialen Netzwerken sowie Probeschularbeiten im neuen Testformat. Die Streikdrohung der Schüler ist damit aber noch nicht vom Tisch.

Auf Forderung der Bundesschülervertretung (BSV) wird es ab Anfang des zweiten Semesters erneut vom Bifie erstellte Probeschularbeiten geben, bei denen freiwillig die neuen Formate geübt werden können. Die Termine wollen Bifie und BSV gemeinsam koordinieren, wie am Freitag bei einer Pressekonferenz angekündigt wurde. Außerdem sollen umfangreiche Infopakete an die Schulen gehen, parallel dazu wird die BSV Informationen des Bifie über Facebook unter die Schüler bringen. Gemeinsam sollen außerdem Veranstaltungen an jenen Schulen organisiert werden, wo es Handlungsbedarf gibt.

"Die Diskussion der vergangenen Tage hat gezeigt, dass wir einen Zahn zulegen müssen", gab Bifie-Codirektor Martin Netzer zu. Peter Simon, Leiter des Zentralmatura-Departments am Bifie, betonte, dass das Bifie "insgesamt schon sehr, sehr weit bei der Informationsverbreitung" sei und es sowohl zahlreiche Bücher als auch Übungsmaterialien für die kompetenzorientierte teilzentrale Matura gebe. Nun gelte es aber, noch bestehende Lücken zu schließen.

Die Bundesschülervertretung hatte wegen der angeblich drastischen Zunahme von "Nicht Genügend" bei den ersten Mathematik-Schularbeiten einen Streik angekündigt, sollten Ministerium und Bifie nicht auf ihre Kritik an der 2015 an den AHS und 2016 an den berufsbildenden höheren Schulen (BHS) startenden Zentralmatura reagieren.

AHS-Bereichssprecher Lukas Faymann zeigte sich prinzipiell zufrieden mit den vereinbarten Maßnahmen. Ob die Schüler auf die Straße gehen, werde aber erst am 6. Dezember entschieden. "Wenn unsere Forderungen bis dahin nicht Gehör gefunden haben, werden wir streiken", betonte Faymann. Unabhängig davon wird von Wiener Schülervertretern bereits eine Demonstration am 12. Dezember vorbereitet.

Der Bundeselternverband der AHS- und BMHS (BEV) hat unterdessen angekündigt, einen möglichen Streik der Bundesschülervertretung "für eine faire neue Matura" zu unterstützen, wenn es keine schnellen Lösungen für die von den Schülern genannten Probleme gebe.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 26.05.2019 um 06:14 auf https://www.salzburg24.at/archiv/bifie-will-probleme-bei-zentralmatura-ausraeumen-44346301

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