Jetzt Live
Startseite Archiv
Archiv

Bodenschutzpreis 2008 geht an Gemeinde Seeham

Seeham – Der Bodenschutzpreis 2008 geht an die Gemeinde Seeham als erste Salzburger Bodenbündnisgemeinde. Der Preis wird für innovative Leistungen und Initiativen zum Schutz des Bodens im Bundesland Salzburg vergeben, gab Landesrat Sepp Eisl heamDonnerstag, 11. Dezember, bekannt.

Unter dem Titel “Bodensch(u)atz” hat Landesrat Eisl eingeladen, Bewerbungen zum Bodenschutzpreis einzureichen. Heute konnte Landesrat Eisl die Sieger des Bewerbes auszeichnen: Der erste Preis, dotiert mit 1.500 Euro, geht an die Gemeinde Seeham. Der zweite Preis (1.000 Euro) zeichnet das Projekt “Bodenpraktiker für das Grünland” der Bio Austria Salzburg aus. Den dritten Platz belegt Dipl.-Ing. Hans Peter Haslmayr mit seiner Dissertation “Rote Liste schützenswerter Böden”; er erhält dafür einen Scheck in der Höhe von 500 Euro.

“Unser Boden ist eines unserer wertvollsten Güter, die wir besitzen. Er ist Lebensraum für eine riesige Anzahl an Lebewesen und unverzichtbare Grundlage für unsere Landwirtschaft und damit für unsere Lebensmittel”, betonte Eisl bei der Preisverleihung. “Zunehmende Versiegelung und Verbauung lassen die freien Bodenflächen immer weniger werden, und das relativ unbemerkt von der Öffentlichkeit. Wir wollen daher Bewusstsein für die Bedeutung des Bodens und vor allem für den Schutz des Bodens schaffen. Der Wettbewerb ‘Bodensch(u)atz‘ ist eine Maßnahme, um darauf aufmerksam zu machen. Die Preisträger haben mit ihren Projekten beziehungsweise Arbeiten und Aktivitäten wertvolle Beiträge zur Bewusstseinsbildung rund um den Boden und seine vielfältigen Funktionen geleistet”, so Eisl.

Sieger: Bodenbündnis Seeham

Täglich werden in Österreich 13 Hektar Boden versiegelt. Das hat Auswirkungen auf die immer knapper werdende Ressource Wasser, auf den Verlust von landwirtschaftlichen Nutzflächen aber auch auf das Klima. Aus diesem Grund hat sich die Gemeinde Seeham als erste Salzburger Gemeinde entschlossen, mit einem Beitritt zum Bodenbündnis auf dieses wichtige Problem aufmerksam zu machen und mit Aktivitäten zum Schutz des Bodens auch Handlungen folgen zu lassen; unter anderem durch ein räumliches Entwicklungskonzept, das den Anforderungen des Bodenschutzes genüge trägt.

Zweiter Platz: Bodenpraktiker für das Grünland

Der Lehrgang Bodenpraktiker stellt den Ursprung des gesamten Landwirtschaftens in den Mittelpunkt des Interesses der Biobauern beziehungsweise der Landwirtschaft insgesamt. Der Boden ist nicht nur Ursprung der Fruchtbarkeit und des Lebens, sondern auch Ausgangspunkt einer nachhaltigen und wirtschaftlich ertragreichen Landwirtschaft. Im Lehrgang Bodenpraktiker werden die Teilnehmer an diese Tatsache herangeführt und ihnen wird ein sensibler und langfristig erfolgreicher Umgang mit der Lebens- und Wirtschaftsgrundlage Boden vermittelt. Darüber hinaus lernen die Teilnehmer, ihr Wissen an ihre Berufskollegen und an alle Interessierten in ihrem Umfeld sowie an ihre Kunden weiterzugeben.

Dritter Platz: “Rote Listen” schützenswerter Böden

“A nation that destroys its soils destroys itself.” Dieser Ausspruch stammt vom amerikanischen Präsidenten Franklin D. Roosevelt, der bereits in den Dreißigerjahren des vorigen Jahrhunderts die heute größte Bedrohung für die globalen Böden erkannte. Dieses Bewusstsein ist wieder etwas in Vergessenheit geraten. Die Erstellung einer “Roten Liste” schützenswerter Böden sowie die Entwicklung einer Methode zur Ableitung dieser Schutzwürdigkeit sollte einerseits einen Beitrag für die Stärkung des Bodenbewusstseins in der Bevölkerung darstellen und andererseits ein Instrumentarium zur Bodendifferenzierung bei flächenwirksamen Planungsvorhaben zur Verfügung stellen.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 20.06.2019 um 07:17 auf https://www.salzburg24.at/archiv/bodenschutzpreis-2008-geht-an-gemeinde-seeham-59607832

Kommentare

Mehr zum Thema