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Bürgermeisterwahlen: In acht Gemeinden wird es spannend

Am Sonntag wird es bei der Bürgermeisterstichwahl noch einmal ernst APA
Am Sonntag wird es bei der Bürgermeisterstichwahl noch einmal ernst

Am Sonntag stehen in acht Salzburger Gemeinden die Bürgermeisterstichwahlen an. Erst sechs Mal siegte dabei seit 1994 der Herausforderer.

In den acht Gemeinden Salzburg-Stadt, Neumarkt am Wallersee, Straßwalchen, Seekirchen am Wallersee, Wagrain, Bruck an der Großglocknerstraße, Rauris und St. Martin bei Lofer wird am kommenden Sonntag, 23. März, im zweiten Wahlgang darüber entschieden, wer in den nächsten fünf Jahren die Position des Bürgermeisters einnehmen wird. Nach dem ersten Wahlgang liegen in sechs Gemeinden ein ÖVP-Kandidat und in zwei Gemeinden ein SPÖ-Kandidat voran. Die "Paarungen" des zweiten Wahlgangs lauten: In fünf Gemeinden tritt ein ÖVP-Kandidat gegen einen SPÖ-Kandidaten an, in einer Gemeinde fordert ein Kandidat einer grünen Liste die ÖVP-Kandidatin heraus und in den restlichen zwei Gemeinden bekommt es der Kandidat der ÖVP mit einem Kandidaten einer "sonstigen" Liste zu tun. Damit ist in allen acht Gemeinden mit einer Stichwahl ein Kandidat der ÖVP vertreten. Dies teilte der Leiter der Landesstatistik Salzburg Gernot Filipp am Donnerstag mit

Erstmals wieder mehr Stichwahlen

Die Zahl der notwendigen Entscheidungen im zweiten Wahlgang hat seit Einführung der direkten Wahl des Bürgermeisters im Jahr 1994 bis zur Wahl im Jahr 2009 kontinuierlich abgenommen und ist von 16 Entscheidungen 1994 auf nur mehr fünf Entscheidungen im Jahr 2009 gesunken. Dieser Trend wurde mit nunmehr acht Entscheidungen bei den heurigen Gemeindewahlen erstmals wieder durchbrochen. Besonders eng geht es offenbar in der Stadt Salzburg, in Neumarkt und in St. Martin bei Lofer her, denn dort fällt im Jahr 2014 bereits zum dritten Mal die Entscheidung im zweiten Wahlgang (bei bisher vier (Stadt) bzw. fünf Bürgermeisterwahlen).

Herausforderer siegte sechs Mal

Bei den insgesamt 42 "Duellen" konnte sich im zweiten Wahlgang 36 Mal der Führende (wobei 1994 in Kleinarl für die beiden Führenden exakt gleich viele Stimmen abgegeben wurden) und immerhin sechs Mal der Zweitgereihte des ersten Wahlgangs durchsetzen Den größten Rückstand konnte im Jahr 2004 in Unken Franz Ensinger (SPÖ) aufholen, der nach dem ersten Wahlgang noch 12,4 Prozentpunkte hinter dem Führenden an zweiter Stelle gelegen war und nach dem zweiten Wahlgang mit 50,6 Prozent knapp als Sieger hervorging. Aber auch Heinrich Oberascher (SPÖ) aus Hintersee und Dr. Wolfgang Viertler (damals FPÖ) aus Mittersill verwandelten bei den Wahlen 1994 bzw. 2004 relativ große Rückstände von 7,1 bzw. sechs Prozentpunkten nach dem ersten Wahlgang noch in einen Sieg. Im Jahr 2004 konnte in Thalgau der Kandidat der Grünen einen Rückstand von 15 Prozentpunkten nach dem ersten Wahlgang noch fast aufholen und lag nach dem zweiten Wahlgang nur 0,6 Prozentpunkte hinter dem Gewinner Martin Greisberger (ÖVP) zurück.

Wahlbeteiligung wird sinken

Die Wahlbeteiligung wird aller Voraussicht nach in den jeweiligen Gemeinden gegenüber dem ersten Wahlgang weiter sinken, vermutet Dr. Filipp. Bei den Bürgermeisterwahlen im Jahr 2009 war die Wahlbeteiligung im zweiten Wahlgang in Seekirchen, St. Margarethen und Maria Alm um 5 bis 8,1 Prozentpunkte, in der Stadt Salzburg sogar um 18,1 Prozentpunkte niedriger als im ersten Wahlgang. Während in den ersten drei Gemeinden die Wahlbeteiligung im zweiten Wahlgang noch immerhin bei mehr als 70 Prozent lag, nahmen in der Stadt Salzburg nur noch 39,0 Prozent der Wahlberechtigten an der Wahl teil. In Bürmoos ist der starke Rückgang der Wahlbeteiligung von 79,4 Prozent im ersten Wahlgang auf 52,8 Prozent im zweiten Wahlgang dadurch zu erklären, dass der Zweitgereihte des ersten Wahlgangs bei der Stichwahl nicht mehr angetreten ist.

Bei erster Stichwahl stieg Beteiligung

Bei der Einführung der Direktwahl im Jahr 1994 gab es bei vier der 16 Entscheidungen im zweiten Wahlgang sogar einen Anstieg der Wahlbeteiligung und auch in den anderen Gemeinden mit Stichwahl ging die Wahlbeteiligung meist nur geringfügig zurück. Nach 1994 gab es nur mehr im Jahr 1999 in der Gemeinden Rauris einen Anstieg der Wahlbeteiligung im zweiten Wahlgang, und zwar um 0,7 Prozentpunkte.

3.791 Wahlkarten in Salzburg

Wie das Wahlamt bekannt gab, wurden für die Bürgermeister-Stichwahl in der Stadt Salzburg zwischen Heinz Schaden (SPÖ) und Harry Preuner (ÖVP) insgesamt 3.791 Wahlkarten ausgegeben. Das sind um 709 weniger als bei der Stichwahl im Jahr 2009. Die Antragsfrist zur Erlangung von Wahlkarten am Donnerstag, 20. März 2014, um 16 Uhr, so will es das Gesetz. Zu diesem Zeitpunkt schlossen auch die beiden Wahl-Service-Stellen im Schloss Mirabell und Kiesel-Gebäude ihre Pforten. Ausgestellte Wahlkarten können nun noch per Post ans Wahlamt geschickt oder persönlich am Wahlsonntag, 23. März, von 7 bis 16 Uhr in einem der Sprengelwahllokale der Stadt Salzburg abgegeben werden. Um möglichst jede Wahlkarte zu erhalten, wurde mit der Post eine Sonderleerung aller öffentlichen Briefkästen auch am Sonntag vereinbart.

(Quelle: S24)

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