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Bürgermeisterwahlen: ÖVP stellt künftig 96 der 119 Bürgermeister

Die Bürgermeister aller Salzburger Gemeinden stehen nun fest. Neumayr/MMV
Die Bürgermeister aller Salzburger Gemeinden stehen nun fest.

Im Bundesland Salzburg hat die ÖVP ihre Dominanz als Bürgermeister-Partei erneut unter Beweis gestellt. Nach der noch nötigen Stichwahl in acht Kommunen am Sonntag hat die Volkspartei im Vergleich zur vorigen Funktionsperiode noch zwei Bürgermeister-Sessel dazugewonnen. In 96 der 119 Gemeinden des Landes steht nun ein "schwarzer" Ortschef an der Spitze. Die Ergebnisse im Detail finden Sie HIER.

Die SPÖ hat bei den Wahlen am 9. März und heute unter dem Strich in zwei Gemeinden ihre Nummer-1-Position verloren und stellt damit künftig 19 Bürgermeister. Und in vier Gemeinden haben Ortschefs mit eigenen Namenslisten ihre Sessel bereits im ersten Wahlgang vor zwei Wochen verlängert.

Knappes Ergebnis in Neumarkt

Hauchdünn endete heute das Duell der beiden "Finalisten" in der Flachgauer Gemeinde Neumarkt am Wallersee: Dort war ÖVP-Bürgermeister Emmerich Riesner nicht mehr angetreten, sowohl ÖVP als auch SPÖ schickten daher neue Kandidaten ins Rennen. Mit einem Vorsprung von gerade einmal 17 Stimmen oder 0,6 Prozentpunkten rettete heute Adolf Josef Rieger für die Volkspartei den Bürgermeister-Sessel (50,3 Prozent bzw. 1.340 Stimmen), sein Herausforderer Jan Christoph Schierl-Martinu (SPÖ) kam auf 49,7 Prozent oder 1.323 Stimmen.

Klare Angelegenheit in Straßwalchen

Klarer war die Angelegenheit in der Nachbargemeinde Straßwalchen: Dort musste Ortschef Fritz Kreil (ÖVP) gegen seine frühere Parteifreundin und Vizebürgermeisterin Liselotte Winklhofer antreten. Winklhofer hatte im Vorfeld der Wahl die Partei verlassen und eine eigene Liste gegründet. Kreil verfehlte im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit um 2,7 Prozentpunkte, heute machte er alles klar: Mit 60,5 Prozent distanzierte er Liselotte Winklhofer (39,5 Prozent) doch recht deutlich.

Seekirchen: Schwaiger konnte Amt verteidigen

Und auch in der Stadt Seekirchen am Wallersee konnte Bürgermeisterin Monika Schwaiger ihr Amt verteidigen: Im ersten Anlauf waren vier Gegenkandidaten eine zu große Hürde, sie musste mit 41,3 Prozent in die Stichwahl. Heute machte sie gegen Walter Gigerl, der es mit seiner Liste Lebenswertes Seekirchen als einziger Grüner im Bundesland in das "Finale" geschafft hatte, alles klar: Schwaiger brachte es auf 56,4 Prozent der Stimmen, Gigerl auf beachtliche 43,6 Prozent.

In Rauris wurde Bürgermeister abgewählt

In Rauris im Pinzgau wurde heute einer der sich am längsten im Amt befindlichen Bürgermeister des Landes abgewählt: Robert Reiter (ÖVP, seit 1989) hat die Stichwahl gegen seinen SPÖ-Herausforderer Peter Loitfellner verloren: Reiter, der vor zwei Wochen noch einen Vorsprung von fünf Prozentpunkten erreichte, kam heute über 46,2 Prozent nicht hinaus, Loitfellner löst ihn mit 53,8 Prozent ab.

St. Martin bei Lofer: Leitinger bleibt

In St. Martin bei Lofer bleibt Bürgermeister Sepp Leitinger (ÖVP) im Amt. Er musste heuer bereits zum zweiten Mal gegen seinen Cousin Willi Leitinger von der Wählergemeinschaft Pro St. Martin (WPS) in die Stichwahl. Mit 52,6 Prozent (367 Stimmen) distanzierte Sepp Leitinger seinen Cousin allerdings nur um 36 Stimmen: Willi Leitinger brachte es somit auf 47,4 Prozent bzw. 331 Stimmen.

Nur 24 Stimmen Unterschied in Bruck

Sehr eng ging es heute auch in Bruck an der Glocknerstraße her: Bürgermeister Herbert Burgschwaiger (SPÖ) hatte angesichts von drei Gegenkandidaten die Wiederwahl auf Anhieb verfehlt. Er erhielt am 9. März 44,2 Prozent der Stimmen und blieb damit nur knapp vor seiner ÖVP-Herausforderin Karin Hochwimmer, die 40,9 Prozent einfuhr. Heute entschieden nur mehr 24 Stimmen: Burgschwaiger bleibt mit 1.166 Stimmen bzw. 50,5 Prozent im Amt, Hochwimmer kam auf 1.142 Stimmen bzw. 49,5 Prozent.

Überraschung in Wagrain

Unerwartet hatte auch der Bürgermeister von Wagrain im Pongau, Eugen Grader (ÖVP), die Bestätigung im Amt schon im ersten Wahlgang verpasst. 47,1 Prozent der Wähler kreuzten seinen Namen an, sein erster Herausforderer Josef Kreuzsaler von der SPÖ brachte es auf 40,8 Prozent. Heute konnte Grader mit 54,4 Prozent die Schäfchen aber ins Trockene bringen. (APA)

Links zu diesem Artikel:

(Quelle: S24)

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