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Bulgarischer Dorfchef entblößte sich bei Protest

Ein seit 18 Jahren amtierender Bürgermeister in Bulgarien soll sich vor einigen Frauen entblößt haben, die gegen seine angeblich verlausten Ziegen protestierten. Der Kommunalpolitiker wollte mit der Aktion veranschaulichen, wie sehr ihn die Klagen interessieren, berichteten lokale Medien. Die Staatsanwaltschaft an der Südmeeresküste nahm unterdessen Ermittlungen auf.

Als einziger dürfe der "Dorfkaiser" die Tiere in der Mitte des Kleinortes halten, so die Frauen. Alle anderen würde er mit Bußgeldern davon abschrecken. Die Lage sei unerträglich, weil die Ziegen Läuse verbreiten würden. Eine Bulgarin gab gegenüber dem nationalen Radio sogar an, wegen der Verschmutzung im vergangenen Jahr an Hepatitis erkrankt zu sein.

Der Bürgermeister dementierte alle Vorwürfe. Er ließ seine Sekretärin aussagen, zugleich Putzfrau und einzige unter den 200 Dorfbewohnern, die eine feste Stellung im Rathaus hat. Sie behauptete, eine der demonstrierenden Frauen habe sich vor dem Bürgermeister "gezielt" umgedreht, gebückt und den Rock hochgehoben.

Der umstrittene Dorfchef ist kein Unbekannter. Bei den letzten Wahlen soll er, so wird ihm nachgesagt, 200 nicht sesshafte Angehörige einer Minderheit als stimmberechtigte Einwohner eintragen haben lassen, um mit deren Stimmen das Votum zu gewinnen. Danach habe diese Gruppe einen ganzen Wald in der Umgebung ungestört fällen dürfen, lauteten Vorwürfe. Auch damals ermittelte die Staatsanwaltschaft - ohne Konsequenzen, berichteten Medien.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 24.06.2019 um 11:55 auf https://www.salzburg24.at/archiv/bulgarischer-dorfchef-entbloesste-sich-bei-protest-42714496

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