Jetzt Live
Startseite Archiv
Archiv

"Causa Olympia": Salzburgs Politiker wehren sich

Salzburg – Nach wochenlangen Beschuldigungen und ständigem hin und her kommt nun in die Causa “Salzburg Winterspiele 2014 GmbH” wieder Bewegung. Die ehemaligen Mitglieder des Aufsichtsrates wollen nun mit einer öffentlichen Erklärung einiges klarstellen.

Am Dienstag unterzeichneten die ehemaligen Aufsichtsratmitglieder der Salzburg Winterspiele 2014 GmbH - Landeshauptfrau Gabi Burgstaller, Landeshauptmann-Stellvertreter Wilfried Haslauer, Landeshauptmann-Stellvertreter a. D. Othmar Raus, Bürgermeister Heinz Schaden (Aufsichtsratsvorsitzender), Vize-Bürgermeister Harald Preuner und SPÖ-Klubvorsitzende Christine Homola – gemeinsam ein öffentliche Erklärung:

1. Zunächst weisen wir darauf hin, dass das Rechnungswerk der Salzburg Winterspiele 2014 GmbH in zwei Rechnungskreise geteilt war. Im ersten Rechnungskreis waren die öffentlichen Gelder eingebucht, im zweiten die Sponsorengelder. Der Landesrechnungshof stellte dazu in seinem Prüfbericht vom August 2008 fest: “Die Abgrenzung erfolgte, um die persönliche Sphäre von privaten Geldgebern zu schützen. Diese hatten sich für ihre Sponsorleistungen ausbedungen, dass ihre Beiträge und Gegenleistungen nicht öffentlich diskutiert werden.” Dies war nicht zuletzt ein ausdrücklicher Wunsch der Wirtschaft und der Sponsoren.

2. Diese Struktur und die Gestion der Salzburg Winterspiele 2014 GmbH wurden sowohl vom Landesrechnungshof als auch vom Kontrollamt der Stadt Salzburg geprüft und nicht beanstandet.

3. Der Olympia-Förderverein mit Sitz beim ÖOC in Wien wurde nach unserer Kenntnis eingerichtet, um zusätzliche Sponsorengelder großer österreichischer Unternehmen zu akquirieren. Der Förderverein war organisatorisch und wirtschaftlich von der Salzburg Winterspiele 2014 GmbH getrennt und von dieser unabhängig.

4. Im Hinblick auf das Darlehen der Salzburg Winterspiele 2014 GmbH an den Olympia-Förderverein ist festzuhalten: Die dafür verwendeten Mittel stammen nachweislich aus dem Rechnungskreis der Sponsorengelder. Öffentliche Mittel sind hier nicht verwendet worden.

5. Letztendlich konnte ein Teil des Darlehens an die Salzburg Winterspiele 2014 GmbH zurückbezahlt werden, der Rest wurde ausgebucht.  

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 11.05.2021 um 10:57 auf https://www.salzburg24.at/archiv/causa-olympia-salzburgs-politiker-wehren-sich-59624515

Kommentare

Mehr zum Thema