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CD-Tipp: "Mein erstes Monopol-Album"

Vier Jungs aus Paderborn machen “Indie-Pop”, der sich erfrischend unpeinlich zwischen Hardrock und Soul-Pop bewegt.

Johannes, Tilman, Daniel und Ali nennen ihre Musik zwar Indie-Pop, diese Bezeichnung wird dem, was auf “meinem ersten Monopol-Album” geboten wird, aber nicht gerecht – weil viel zu kurz gegriffen.

Die Bandbreite auf ihrem süß betitelten und auch süß aussehenden “ersten Album” reicht nämlich von hartem Rock mit knackigen Riffs und Double-Bassdrum (“Wenn es dir wichtig ist”) bis hin zu funkig angehauchtem Soul-Pop à la Laith Al-Deen (“Zu jung, um den Scheiss zu akzeptieren”). Und dazwischen geht viel – manchmal fühlt sich der Hörer etwa an die guten alten (und jetzt wiedervereinigten) Selig erinnert (“Zerstörung”, “Zweifel”), “Wind” dagegen klingt wie der ideale Begleiter für eine lange Autofahrt bei Nacht – groß, wie die weite Welt, die an einem vorbeifliegt.

Dass dieser Stilmix nicht peinlich wirkt, dafür sorgt die konstant hohe Qualität der Texte – bei deutscher Lyrik ja kein einfaches Unterfangen. “Musik, die zwischen jetzt und hier die Welt erklärt”, heißt es im Pressetext treffend. Von Scheißjobs über Krieg im Weltraum bis hin zu Motivation für Demotivierte – Monopol scheinen auf alles eine Anwort zu haben.

“Nenn’s irgendwie, aber nenn es nicht Zukunft” heißt es in Track sieben der Platte, aber Monopol sollten in dem Fall nicht auf sich selber hören, denn diese Band hat zweifelsohne Zukunft. Der Grundstein ist nun gelegt. “Mein erstes Monopolalbum” (erschienen bei Capitol East Road Records/Radar Music) bekommt von uns 7 von 10 Äffchen! (doppelR)

Monopol stellen sich vor

Monopol – “Zerstörung”

Monopolmusik.deMonopol@Myspace

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 25.08.2019 um 10:42 auf https://www.salzburg24.at/archiv/cd-tipp-mein-erstes-monopol-album-59602909

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