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Dalai Lama zu Gast in Salzburg: Giftanschlag geplant

Seine Heiligkeit der Dalai Lama wird kommende Woche Salzburg besuchen. Nun wurden Gerüchte um mögliche Anschläge laut.

Der Dalai Lama, das religiöse Oberhaupt der Tibeter, fürchtet ein Attentat auf ihn durch China. Peking trainiere Frauen, die ihn während einer Segnung vergiften sollen, sagte der 76-Jährige in einem Interview mit der britischen Zeitung "Sunday Telegraph". Diese Informationen habe er aus Tibet erhalten, so der Friedensnobelpreisträger, der am Donnerstag (17. Mai) nach Österreich kommen wird.

Giftanschlag auf Dalai Lama

Chinesische Agenten würden Tibeter - vor allem Frauen - "trainieren", um den Dalai Lama während seiner vielzähligen Segnungen zu berühren und ihn durch Gift auf Haaren und Schals zu schädigen. "Sie sagen, sie sind krank und wollen, dass ich sie segne. Dann berühren sie meine Hand." Ob die Hinweise wirklich stimmen, konnte der Religionsvertreter nicht "hundertprozentig" bestätigen, denn es gäbe keine Möglichkeit, die Vorwürfe gegenzuchecken. Versuche seitens China ihn zu vergiften, habe es aber auch schon im vergangenen Jahr gegeben, berichtete "Sunday Telegraph".

Polizei ist vorbereitet

Die Salzburger Polizei ist auf den Besuch seiner Heiligkeit vorbereitet. „Der Dalai Lama wird als gefährdete Persönlichkeit, also wie ein Staatsoberhaupt, eingestuft und deshalb auch dementsprechend beschützt. Es wird das ganze Programm aufgefahren“, so Polizeisprecher Anton Schentz im Gespräch mit SALZBURG24.Während der Veranstaltung in der Salzburgarena muss jedoch der private Veranstalter auch seinen Beitrag zur Sicherheit leisten. Die Extra-Kosten für Sicherheitsfirmen seien also vom Veranstalter zu tragen, erklärte Schentz. Die Polizei wird während des Aufenthalts ständig für Personen- und Hotelschutz garantieren. Auch die Spezialeinheit Cobra wird im Einsatz sein.

Streit mit China

Der Dalai Lama selbst lebt seit 1959 in Nordindien (Dharamsala) im Exil, nachdem die chinesische kommunistische Führung einen Volksaufstand blutig niederschlagen ließ. 1965 wurde die Autonome Region Tibet gegründet und gleichzeitig um auf die Hälfte seiner ursprünglichen Größe reduziert - der Rest gehört nun zur Volksrepublik China. Angesichts der Umsiedelung von Han-Chinesen nach Tibet warnt der Dalai Lama immer wieder vor "kulturellem Genozid". Regelmäßig verbrennen sich tibetische Mönche aus Protest gegen die Herrschaft Pekings.

Dalai Lama zu Besuch in Salzburg

Bevor sich der Dalai Lama vom 17. bis zum 27. Mai in Kärnten, Salzburg und Wien aufhalten wird, reist er am Montag nach London, wo er in der St. Paul's Kathedrale den mit 1,7 Millionen Pfund (2,12 Millionen Euro) "Templeton Preis" für seine spirituelle Arbeit erhalten wird.
(Quelle: S24)

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