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Der Salzburger Arbeitsmarkt im Oktober

Salzburg – Konjunkturabschwächung und Zwischensaison kennzeichnen die Lage auf dem Salzburger Arbeitsmarkt im Herbst. Arbeitslosigkeit steigt besonders im Produktionssektor.

Neben der saisonalen Arbeitslosigkeit im Gastgewerbe steigen die Arbeitslosenzahlen besonders im Bereich der Herstellung von Metall-, Holz- und Druckerzeugnissen, wobei Leiharbeiter zu den Hauptbetroffenen zählen. Die Arbeitslosenquote ist weiterhin die zweitniedrigste bundesweit.„Salzburg war im Oktober 2005 das erste Bundesland, in welchem das damalige konjunkturelle Wellental überwunden werden konnte und die Arbeitslosigkeit zu sinken begann. Nunmehr, drei Jahre später, bekommt Salzburg - neben Tirol und Oberösterreich – auch den Konjunkturabschwung als zuerst zu spüren“, beschreibt Siegfried Steinlechner, Landesgeschäftsführer des Arbeitsmarktservice Salzburg in einer Aussendung, die gegenwärtig besonders im Westen von steigender Arbeitslosigkeit geprägte Arbeitsmarktlage. Dennoch und trotz der hohen herbstlich Saisonarbeitslosigkeit bleibt Salzburg mit einer Arbeitslosenquote von 4,8 Prozent nach Oberösterreich an der Spitze der österreichischen Bundesländer. 11.733 arbeitslose Personen wurden im Bundesland Salzburg Ende Oktober gezählt. Gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres eine deutliche Zunahme um 8,0 Prozent oder 869 Personen. Männer waren davon im doppelten Ausmaß (+576 Personen, +12,5 Prozent) betroffen als Frauen (+ 293 Personen, +4,7 Prozent). Ein Teil der steigenden Arbeitslosigkeit geht auf das Konto einer geringeren Anzahl von Schulungsteilnahmen (-7,1 Prozent oder 163 Personen auf 2.149), der Großteil der zusätzlichen Arbeitslosen stammt jedoch aus Freisetzungen speziell aus dem Produktionssektor. Um 21,2 Prozent oder 365 Personen ist die Arbeitslosigkeit im industriell-gewerblichen Berufsspektrum gestiegen. Als besonders betroffen ortet das Arbeitsmarktservice hier Dienstnehmer, die bei Arbeitskräfteüberlassern beschäftigt waren. Die Statistik nach Wirtschaftszweigen in dieser Sparte ein Plus von 22,4 Prozent oder 119 Personen. Deutliche Zuwächse ortet die Branchenstatistik auch in den Bereichen Herstellung von Holzwaren (+92,1 Prozent oder 35 Personen), von Metallerzeugnissen (+54,4 Prozent oder 31 Personen) und von Druckerzeugnissen (+39,7 Prozent oder 25 Personen). Besonders spürt man den Konjunkturabschwung im Tennengau, wo die Arbeitslosenzahlen um 17,8 Prozent gestiegen sind und im Pongau, wo ein Plus von 11,6 Prozent zu verzeichnen war.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 27.06.2019 um 04:07 auf https://www.salzburg24.at/archiv/der-salzburger-arbeitsmarkt-im-oktober-59605444

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