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Deutlich mehr Asylanträge in EU wegen Syrien-Krieg

Syrische Flüchtlinge suchen Unterschlupf in Europa Salzburg24
Syrische Flüchtlinge suchen Unterschlupf in Europa

Die Zahl der Asylbewerber in der EU ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Mehr als 434.000 Personen beantragten 2013 internationalen Schutz in den 28 EU-Staaten - das waren fast 30 Prozent mehr als im Vorjahr. Das teilte das Europäische Statistikamt Eurostat am Montag in Luxemburg mit. Ein Grund dafür war der Bürgerkrieg in Syrien, von wo die größte Gruppe der Asylbewerber kam.

Insgesamt ersuchten 2013 mehr als 50.000 Syrer offiziell um Zuflucht in die EU, weit mehr als in den Jahren zuvor. Mindestens 2,5 Millionen Syrer flohen vor der Gewalt ins Ausland. Das Gros der Syrien-Flüchtlinge landet allerdings in den Nachbarstaaten des Bürgerkriegslandes, vor allem im Libanon und in Jordanien.

Deutschland bleibt innerhalb der Europäischen Union das Hauptziel für Asylbewerber und verzeichnete 29 Prozent aller Anträge. Auch gingen viele Schutzsuchenden nach Frankreich und Schweden.

In Österreich stiegen die Zahlen für 2013 mit 17.503 Asylanträgen im Vergleich zum Jahr davor (2012: 17.413) kaum an. Die meisten Schutzsuchenden kamen im Vorjahr aus Russland. Aus Syrien befinden sich nach Angaben des Innenministeriums derzeit rund 1.800 Flüchtlinge in Grundversorgung. Die Regierung verpflichtete sich im August des Vorjahres dazu, 500 Syrer nach Österreich zu holen. Bisher trafen davon erst 234 ein, die restlichen könnten nach Angaben von Hilfsorganisationen erst mit Jahresende im Land sein.

(Quelle: S24)

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