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Die größten Politik-Skandale in Salzburg

Salzburg und seine Skandale: SALZBURG24 gibt einen Überblick über Politik-Affären, die Karrieren veränderten, die Öffentlichkeit empörten oder die Geschichte veränderten.

Bautreuhand-WEB-IMMAG-Imperium (Juni 1989)

APA Salzburg24
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Die AK erstattete am 28. Juni 1989 gegen Geschäftsführer, Direktoren und leitende Angestellte der Salzburger Firma Bautreuhand sowie unbekannte Täter Anzeige wegen schweren Betrugs, der Untreue sowie betrügerischer und fahrlässiger Krida. Mehrere Straf- sowie Zivilverfahren waren die Folge: Manager des Imperiums wurden zu hohen Gefängnisstrafen verurteilt. Das “Hirn” der Konstruktion, der ehemalige Staatsanwalt Norman Graf, kam ungeschoren davon – er setzte sich nach Deutschland ab.

 

 "Spitzel"-Verfahren gegen Salzburger FPÖ-Politiker (Oktober 1997 - Mai 2001)

APA Salzburg24
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Das Verfahren in der so genannten "Spitzelaffäre" gegen den Salzburger FPÖ-Landesparteichef Karl Schnell sowie die beiden FP-Landtagsabgeordneten Helmut Naderer und Friedrich Wiedermann wurde im Mai 2001 endgültig eingestellt. Die umfangreichen Ermittlungen hätten nichts Konkretes ergeben, das eine Anklage rechtfertigen würde, sagte der Sektionschef. Es gebe nur einen einzigen Zeugen, der aber nur "vage" Aussagen gemacht habe.

 

 Salzburger Gerüchte-Affäre (Oktober 2002)

APA Salzburg24
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"Meine Familie und ich, wir sehen uns seit einiger Zeit mit einer verleumderischen Gerüchtekampagne konfrontiert, wie es sie in Salzburg noch nie gegeben hat." Mit diesen Worten ging Salzburgs Landeshauptmann Franz Schausberger (ÖVP) gemeinsam mit seiner Frau Heidi an die Öffentlichkeit. Auf, in Salzburg aufgetauchten, Plakaten wird der Vorwurf erhoben, Schausberger misshandle seine Frau. Diese Behauptungen seien "von A bis Z erlogen", sagte Schausberger. Er erstatte Strafanzeige wegen Verleumdung.

 

Osterfestspiel-Affäre (2002 - 2009)

APA Salzburg24
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Es geht um mutmaßliche Malversationen von zwei Mio. Euro, hervorgerufen durch Untreue und schweren gewerbsmäßigen Betrug – so lautet der Vorwurf der Staatsanwaltschaft. Angeklagt sind der frühere Technische Direktor der Salzburger Festspiele, Klaus Kretschmer (53), der ehemalige Geschäftsführer der Osterfestspiele, Michael Dewitte (46), und ein für zwei Zulieferfirmen verantwortlicher Kaufmann (56), die den Schaden im Zeitraum 2002 bis 2009 in unterschiedlicher Beteiligung verursacht haben. 

 

Neureiter legt Amt wegen Alkohol am Steuer nieder (April 2008)

Neumayr/Archiv Salzburg24
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Der zweite Landtagspräsident Michael Neureiter (ÖVP) gab im April bekannt, dass er sein Mandat im Landtag zurücklegen wird. Neureiter wurde mit Alkohol am Steuer erwischt und fuhr auch nach seiner Führerscheinabnahme am darauffolgenden Tag noch Auto.

 

Förder-Misere bei ASKÖ Salzburg (August 2012)

Neumayr Salzburg24
Neumayr
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Aufgefallen waren die Unregelmäßigkeiten in der Buchhaltung bei einer Kontrolle der ASKÖ durch den Landesrechnungshof und das städtische Kontrollamt. Demnach wurde im Falle eines ASKÖ-Gesundheitsprojektes bei einem Sportbauernhof in Waldzell ein und dieselbe Rechnung beim Land Salzburg doppelt eingereicht: Einmal beim Landessportbüro in voller Höhe von 48.000 Euro und einmal bei der Landesgesundheitsabteilung als Teilrechnung in der Höhe von 35.000 Euro. Tatsächlich wurden vom Land beide Beträge ausbezahlt.

 

"Dienstwagen-Affäre" (September 2012)

Neumayr Salzburg24
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Er hat als Kronprinz von Salzburgs Bürgermeister Heinz Schaden gegolten, doch zur Wahl 2014 tritt Vizebürgermeister und Sozialreferent Martin Panosch (SPÖ) nicht mehr an. Die "Dienstwagen-Affäre" belastete das Verhältnis: Panosch ließ sich im April 2011 von einer festlichen Tagung in Meran (Südtirol) vorzeitig von seinem Chauffeur abholen, um an einer Geburtstagsfeier seines Parteifreundes LHStv. David Brenner in Salzburg teilzunehmen. Das Auto legte für die Hin- und Rückfahrt rund 600 Kilometer zurück. Laut Kontrollamt sind Fahrten zu privaten Feiern der außerdienstlichen Nutzung zuzurechnen. Panosch argumentierte, dass es keine private Geburtstagsfeier gewesen sei.



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 Salzburger Finanzskandal (Dezember 2012)

APA Salzburg24
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Am 6. Dezember 2012 platzte in Salzburg eine Bombe. In einer Pressekonferenz berichtete der damalige LHStv. David Brenner (SPÖ) von eigenmächtigen riskanten Finanzgeschäften einer Referatsleiterin der Finanzabteilung. Der Schaden: bis zu 340 Mio. Euro. Das folgende politische Erdbeben führte zum Regierungswechsel in Salzburg, viele der Protagonisten von damals sind heute nicht mehr im Amt.

 

(Quelle: S24)

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