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Dreht George Clooney in Hitlers Kunstdepot?

Die Suche nach Locations für die Dreharbeiten von "The Monuments of Men" könnte Hollywoodstar George Clooney im Sommer nach Österreich führen.

Das obersteirische Salzbergwerk in Altaussee diente bis 1945 als vorübergehendes Depot der "Kunstsammlungen" Adolf Hitlers, für die er Kunst aus offiziellen Wiener Kunstsammlungen und aus ganz Europa rauben ließ.

Kunstwerke zunächst in Oberösterreich aufbewahrt

Wie aus dem 2006 erschienenen Buch "Berg der Schätze - die dramatische Rettung europäischer Kunst im Altausseer Salzbergwerk" hervorgeht, wurden die für das geplante "Führermuseum" in Linz bestimmten Werken erst im oberösterreichischen Stift Kremsmünster aufbewahrt. Als dieses in die Reichweite der alliierten Bomber geriet, wurde das Altausseer Salzbergwerk als neues Versteck auserkoren. Das Stollensystem eignete sich aufgrund seiner ausgeglichenen klimatischen Verhältnisse ideal als Lagerplatz für Kunstwerke und bot 40.000 Quadratmeter Lagerkapazität für das "Reichbergungsdepot".

Mit George Clooney auf der Suche nach gestohlenen Kunstwerken

Bevor die unter anderem 6.500 Gemälde umfassende Beutekunst nach Kriegsende durch die Alliierten rückgeführt werden konnte, wäre sie fast zerstört worden. Um zu verhindern, dass die Kunstgüter den Alliierten in die Hände fallen, hatte Hitler erst befohlen, die Eingänge zum Bergwerk zu sprengen. Der Gauleiter von Oberdonau - wie Oberösterreich unter den Nazis hieß -, August Eigruber, ordnete vielmehr im Frühjahr 1945 vor dem Nahen der US-Truppen an, acht Fliegerbomben in das Bergwerk zu transportieren und diese dort zur Explosion zu bringen. Der Plan wurde von den Ausseer Bergleuten, die auch um ihre Arbeitsplätze fürchteten, vereitelt. (APA)
(Quelle: S24)

Aufgerufen am 26.06.2019 um 07:50 auf https://www.salzburg24.at/archiv/dreht-george-clooney-in-hitlers-kunstdepot-59317933

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