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Drogensituation in Salzburg bleibt stabil

Salzburg – Die Drogensituation in Salzburg habe sich im Vergleich zu den Vorjahren kaum verändert, so Sozial- und Gesundheitsreferentin Landesrätin Erika Scharer am Dienstag.

“Und zwar sowohl bei dem vorwiegend jugendlichen Neugier- beziehungsweise Experimentierkonsum als auch bei problematischen und abhängigen Drogenkonsummustern.” Salzburg ist dabei österreichweit auf einem guten Weg, es zeige sich, dass die Präventionsangebote und die konkrete Hilfe bei Drogenproblemen, die landesweit auf Initiative von Landesrätin Scharer ausgebaut wurden, sehr gut angenommen werden und auch greifen. “Wir werden in Salzburg auch weiterhin auf eine verantwortungsvolle Drogenpolitik setzen”, so Scharer. “Dabei bilden die regionalen und überregionalen Netzwerke eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung und Umsetzung nachhaltiger suchtpräventiver Maßnahmen und Projekte.”

Mehr Drogenkonsumenten nehmen Hilfeeinrichtungen in Anspruch

Die Zahl der Klienten und Patienten in den Drogenhilfeeinrichtungen (Drogenberatung, Drogenambulanz, SUST, Suchtstation) ist im Vergleich zu 2007 um ein Drittel gestiegen. Immer mehr Konsumenten lassen sich beraten, betreuen und medizinisch behandeln. “Dieser Anstieg ist jedoch nicht auf eine Zunahme von drogenabhängigen Menschen zurückzuführen, sondern darauf, dass die Behandlungsangebote, vor allem in der Substitutionstherapie, vermehrt in Anspruch genommen werden”, betonte Franz Schabus-Eder, Drogenkoordinator des Landes Salzburg.

 Die Anzahl der Klienten und Patienten, die Drogenberatungsstellen, in denen primär psychologische und sozialarbeiterische Leistungen angeboten werden, aufsuchen, ist hingegen in etwa gleich geblieben. So wurden 2008 in den Drogenberatungsstellen insgesamt 450 Klienten betreut, davon 298 Klienten in einer kurzfristigen Beratung und 152 Klienten in einer längerfristigen Betreuung.

Gleichzeitig ist der Anteil der längerfristig und damit intensiver betreuten Klienten im Vergleich zu 2007 beträchtlich gestiegen; und zwar von 23 Prozent auf 34 Prozent.

Mehr als 8.000 Patienten in der Drogenambulanz betreut

Die medizinische Versorgung von Drogenpatientinnen und Drogenpatienten wird unverändert zum allergrößten Teil von der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie II geleistet, und zwar sowohl bei der stationären Entzugsbehandlung als auch bei der ambulanten Drogenersatztherapie. 2008 wurden 8.078 Patienten in der Drogen- und Alkoholambulanz betreut. Die Klinik verfügt über 14 Behandlungsplätze auf der Akutstation, 19 an der Therapiestation sowie acht tagesklinische Behandlungsplätze. Dort werden rund 75 Prozent der substituierten Patienten im Bundesland Salzburg, die eine Drogenersatztherapie in Form einer legalen Medikation erhalten, betreut. Die Öffnungszeiten der Drogenambulanz unterstützen deren wichtigen Auftrag, drogenabhängige Patienten aus dem Kriminalisierungskreislauf zu holen.  

 

Quelle: Salzburger Landeskorrespondenz

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 18.05.2021 um 12:19 auf https://www.salzburg24.at/archiv/drogensituation-in-salzburg-bleibt-stabil-59619673

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