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Ehemaliger Salzburger "Messezar" ist pleite

Salzburg – Der einstige Salzburger “Messezar” Arnold Henhapl ist pleite: Am Landesgericht Salzburg wurde am Mittwoch das Konkursverfahren über das Vermögen Henhapls und der Henhapl Holding GmbH eröffnet, teilten AKV und KSV mit. Henhapl steckt mit über 9,6 Millionen Euro in der Kreide, die Gesellschaft hat weitere Schulden in der Höhe von rund 4,7 Mio. Euro.

Den Konkursantrag hat der Unternehmer selbst gestellt. Als Ursache nennt er, dass nach Veräußerung des Graphia-Druck-Gebäudes kaum mehr Umsätze erzielt worden seien. Bei seinen Liegenschaften seien bereits Zwangsversteigerungen anhängig. Da er zuletzt auch kaum noch über die Mieteinnahmen verfügen konnte, sei schließlich die Zahlungsunfähigkeit eingetreten. Henhapl möchte nun die Liegenschaften verwerten und einen Zahlungsplan zur Entschuldung einbringen.

Henhapl hatte 1968 begonnen, in Salzburg Messen zu veranstalten. Mit ihm wuchs auch das Messezentrum der Mozartstadt, das Stadt, Land und Wirtschaftskammer gehört, zu einem bedeutenden Standort. 1992 verkaufte der vielfach als Messezar titulierte Unternehmer seine Salzburg Messe AG an die britische Reed-Gruppe. “Die Zeit der Patriarchen ist vorbei”, sagte er damals. Seine verbliebenen Unternehmen, etwa das Reisebüro Renner, die Flugtouristik, das Bewachungsunternehmen System Objekt Schutz, mehrere Werbegesellschaften und die Druckerei Graphia, führte er in der Holding zusammen.

1995 gründete Henhapl gemeinsam mit einem Partner das Radio Melody, das als zweites Privatradio Österreichs on air ging. 1998 verkaufte er aber seine Anteil am Sender, der seit dem Jahr 2000 “Antenne Salzburg” heißt.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 16.05.2021 um 12:09 auf https://www.salzburg24.at/archiv/ehemaliger-salzburger-messezar-ist-pleite-59624638

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