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Eis-Bullen zeigten VSV die Grenzen auf

Die Eishockeycracks von Red Bull zeigten gegen den VSV eine der besten Leistungen dieser Saison und gehen nun mit einem 4:1-Sieg im Gepäck in die Weihnachtsferien.

Diese fallen für die Spieler von Trainer Pierre Pagé jedoch kurz aus: Lediglich zwei Tage haben die Cracks frei, ehe es am 27. Dezember gegen Linz weiter geht.

Bis dahin haben Koch und Co. Zeit, sich vom Spiel gegen die Villacher zu erholen, denn die Salzburger zeigten beim 4:1-Heimsieg eine der besten Saisonleistungen. Die Hausherren starteten mit viel Tempo in die Partie, wurden in der fünften Minute gleich mit einem Tor belohnt: Doug Lynch zog im Powerplay aus etwa sieben Meter ab und überwand zum ersten Mal den guten Villacher Torhüter Gert Prohaska. Zwei Minuten später erhöhten dieSalzburger durch Mike Siklenka auf 2:0, die Gäste kamen bis dahin nur sporadisch vors Tor von David LeNeveu. Langsam kamen dann auch die Villacher besser ins Spiel, das zum Ende des Startdrittels hin auch emotionaler wurde. In insgesamt vier Überzahlspielen hatten die Red Bulls noch einige gute Möglichkeiten, trafen aber vor der Pause nicht mehr.

Nach der Pause hatten auch die Gäste erste starke Minuten und prüften einige Male den Salzburger Goalie, der aber auf dem Posten war. Später übernahmen wieder die Red Bulls das Ruder und spielten bei gleicher Mannschaftsstärke phasenweise minutenlang im Angriffsdrittel, was die Zuschauer spontan zu Standing Ovations veranlasste.

In der 35. Minute wollte Goalie LeNeveu dem Villacher Nicolas Petrik an der blauen Linie zuvorkommen und prallte mit ihm unsanft zusammen. LeNeveu blieb zum Glück unverletzt. Teamkollege Kelsey Wilson revanchierte sich dafür am Villacher Stürmer und bekam eine 5min+Spieldauerstrafe (muss mit zweiter Spieldauerstrafe in Linz aussetzen), während Petrik 2+2min für Roughing ausfasste. Kurz danach, quasi mit der Wut im Bauch, wirbelten die Red Bulls wieder durchs Villacher Verteidigungsdrittel, und Ryan Duncan netzte zur 3:0-Führung ein. Besser kann man nicht antworten.

Im Schlussdrittel kontrollierten die Red Bulls anfangs das Geschehen, ohne das Tempo zu drosseln. Doch mit fortwährender Spielzeit wurde der VSV wieder stärker, gab sich nicht auf. Und so erzielte Roland Kaspitz in der 51. Minute auch das 3:1, worauf hin die Hausherren in der 56. Minute mit einem schönen Distanztreffer von Thomas Koch auch noch einmal nachlegten. Insgesamt machten die Red Bulls, die auch in dieser Höhe als verdienter Sieger vom Eis gingen, heute ein unglaubliches Spiel, was auch der Kapitän Thomas Koch bestätigte: “Wir waren heute klar besser. Diszipliniert, kontrolliert, wenig Strafen, und zumeist haben wir im gegnerischen Angriffsdrittel gespielt. Auch die jungen Debütanten haben ihre Sache gut gemacht, so werden sie wohl auch in Zukunft öfter hier spielen.” Gemeint waren die 17-jährigen Tobias Schwendinger und Georg Waldhauser, die beide bislang gerade mal auf drei (!) Nationalligaeinsätze kommen und heute mit den Red Bulls in der Bundesliga debütierten.

Eishockey-Bundesliga:  EC Red Bull Salzburg - EC VSV 4:1 (2:0, 1:0, 1:1). Tore: Lynch (5./PP), Siklenka (7.), Duncan (36.), Koch (56.) resp. Kaspitz (51.).

Vorschau: 27. Dezember 2009: Linz – Salzburg (18.00); 29. Dezember 2009: Zagreb – Salzburg; 1. Jänner 2010 Salzburg- VSV.

Farmteam der Red Bulls unterlag nach Kampf in Lustenau noch klar

Nicht ganz so gut wie in Salzburg lief es dem Farmteam ohne die U20-Nationalspieler beim Nationalligaspiel in Lustenau, wo die Gastgeber nach 3:1-Führung zwar noch den zwischenzeitlichen Ausgleich hinnehmen mussten, letztlich aber doch deutlich mit 6:3 gewannen. Aber auch das heute wieder sehr junge Farmteam hat sich die weihnachtliche Auszeit nach einer bislang starken Saison redlich verdient.

Eishockey-Nationalliga:  EHC Oberscheider Lustenau - EC Red Bull Salzburg 6:3 (3:1, 0:1, 3:1). Tore: Foster (2., 8., 15./PP2), Saarinen (46., 54./PP2), Schönberger (52.) resp. Mairitsch (8./PP), Aubin (21.), Ullrich (42./PP).

Das Farmteam spielt vor dem Jahreswechsel noch eine Partie in der Salzburger Eisarena und hofft am 27. Dezember 2009 beim Spitzenspiel gegen Innsbruck auf viel Zuschauerunterstützung. Der Eintritt ist frei!

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 18.05.2021 um 08:07 auf https://www.salzburg24.at/archiv/eis-bullen-zeigten-vsv-die-grenzen-auf-59629708

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