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Eisl will Wildwuchs an Zweitwohnsitzen Riegel vorschieben

Salzburg – Nach strengeren Regeln für Zweitwohnsitze im neuen Raumordnungs­gesetz hat Landesrat Sepp Eisl nun auch eine Neu­fassung des Grundverkehrs­gesetzes vorgelegt. Eisl will damit den steigenden Immobilenpreisen in Salzburger Tourismusregionen entgegen wirken.

“Mit dieser Abänderung möchte ich dem Wildwuchs an Zweitwohnsitzen und damit den steigenden Grundstücks- und Wohnungspreisen einen Riegel vorschieben und klare Regeln definieren, um Wohnen auch in Zukunft noch für Einheimische leistbar zu machen. Der Ausverkauf der Heimat muss gestoppt werden!”, sagte Eisl am Dienstag in einer Aussendung.

Die vorliegende Novelle soll nunmehr in Begutachtung gehen. Konkret soll in Zukunft bei Rechtsgeschäften mit Baugrundstücken eine Anzeigepflicht des Käufers gegenüber dem Bürgermeister eingeführt werden. Gleichzeitig hat der Rechtserwerber in einer Nutzungserklärung zu bestätigen, dass weder durch ihn selbst noch durch Dritte eine Zweitwohnnutzung erfolgen wird. Diese Zusicherung ist eine Voraussetzung für die Eintragung des erworbenen Rechtes im Grundbuch. Sichergestellt wird die korrekte Nutzung durch Kontrollbefugnisse für die Bürgermeister und durch eine Ermächtigung der Landesregierung. Diese können in letzter Konsequenz auch die gerichtliche Versteigerung des Grundstücks zu beantragen.

“Mit der erneuten Verschärfung des Grundverkehrsgesetzes reagieren wir auf die starke Zunahme des Zweitwohnsitzerwerbes durch EU-Bürger, die wir seit wenigen Jahren im Bundesland Salzburg verzeichnen”, erklärt Eisl.

Vor allem holländische und deutsche Staatsbürger erwerben in Wintertourismus-Gemeinden die meisten jener Liegenschaften, die auf den Markt kommen, auch solche in schlechten Lagen. Mittlerweile haben sich auch heimische Bauträger darauf spezialisiert, Wohnungen und Feriendörfer für diese Käufergruppe zu errichten und an diese zu verkaufen.

Eisl kritisiert bei dieser Entwicklung vor allem die steigenden Immobilienpreise. “Die Käufer nutzen die Objekte dann entgegen anders lautender Beteuerungen in den Bauverfahren meistens selbst. Eine Weitervermietung findet, wenn überhaupt, nur in geringem Ausmaß statt. Diese Entwicklung hat zu einem erheblichen Ansteigen der Immobilienpreise vor allem in den Tourismusorten geführt. Einheimische können bei diesen Preisen nicht mehr mit!”, so der Landesrat.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 24.06.2019 um 09:17 auf https://www.salzburg24.at/archiv/eisl-will-wildwuchs-an-zweitwohnsitzen-riegel-vorschieben-59605693

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