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Erdbeben in Bad Reichenhall

Bad Reichenhall (Lkr. Berchtesgadener Land) wurde Dienstagabend von einem Erdbeben der Stärke 3,0 erschüttert. Zu spüren war das Beben auch in Salzburg und Tirol.

 Ein Erdbeben der Stärke 3,0 auf der Richterskala ist am Dienstag um 20.46 Uhr im bayerischen-salzburgischen Grenzgebiet "recht heftig gespürt worden", sagte am Mittwoch Seismologe Anton Vogelmann von der ZAMG Wien zur APA. Das Epizentrum lag in Bad Reichenhall (Bayern). Schäden sind derzeit nicht bekannt.

Erdbeben auch im Salzburger Flachgau spürbar

Die Erschütterungen seien im angrenzenden Großgmain im Salzburger Flachgau, aber auch noch in St. Johann in Tirol bemerkt worden, sagte Vogelmann. Rund 50 Bewohner des betroffenen Gebietes haben bis  Mittwoch um 9.00 Uhr den Österreichischen Erdbebendienst auf der Hohen Warte über das Erdbeben informiert. "Lampenschirme und Möbel wackelten, Gläser klirrten im Kasten", schilderte der Seismologe. "Das Beben war ziemlich oberflächennah, die ersten zwei Kilometer Tiefe waren davon betroffen. Deshalb wurde es im Vergleich zur Magnitude sehr heftig verspürt. Oberflächenbeben sind nicht ungewöhnlich in dieser Gegend. Meist werden aber schwächere Erdbeben als gestern registriert."

Erdbeben „ein- bis zweimal im Jahr“

Vergleichbare Erdbeben habe es 2007 und 2008 in Bad Reichenhall gegeben. Im Bundesland Salzburg werden oberflächennahe Beben "ein- bis zweimal im Jahr verspürt", sagte Vogelmann. Ein Erdbeben wie Dienstagabend ereigne sich in Salzburg im langjährigen Schnitt alle fünf Jahre.

Stärkstes Erdbeben 1923 in Tamsweg

Das bisher stärkste Erdbeben in Salzburg sei 1923 in Tamsweg (Lungau) gemessen worden. "Die Magnitude wies damals 4,8 auf. Es wurden leichte Schäden verursacht", erklärte der Seismologe. Zum Vergleich: Das weltweit stärkste Erdbeben sei 1964 bei Alaska mit der Stärke 9,5 auf der Richterskala gemessen worden, so Vogelmann. Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) misst 600 Erdbeben pro Jahr in Österreich, 40 bis 50 davon werden von der Bevölkerung registriert. Der Erdbebendienst ersucht die Bevölkerung, das Wahrnehmungsformular auf der Homepage der ZAMG auszufüllen oder schriftliche Meldungen an die Adresse Hohe Warte 38, 1190 Wien, zu schicken. (APA)
(Quelle: S24)

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