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Erneut Selbstverbrennung wegen Armut in Bulgarien

Die Armut ist ein großes Problem in Bulgarien. EPA
Die Armut ist ein großes Problem in Bulgarien.

Erneut hat sich in Bulgarien ein Mann aus Protest gegen die Armut im Land und Verzweiflung angezündet. Ein 41-jähriger Arbeitsloser habe sich zuvor in einem nordostbulgarischen Dorf mit Benzin übergossen, wie Medien am Mittwoch berichteten.

Der Mann schwebe mit 90 Prozent Verbrennungen in Lebensgefahr, obwohl er erstaunlicherweise trotz seines Zustands noch bei Bewusstsein sei, meldete die Nachrichtenagentur BGNES.Sofia.

Kein Geld für Nahrung

Laut Aussagen des Bürgermeisters des Dorfes gegenüber der Agentur "Focus" ging der Mann allein zum Fußballplatz und übergoss sich mit Benzin. Personen aus der Nachbarschaft konnten ihn schnell löschen. Gegenüber den Notärzten habe er lediglich mehrmals wiederholt, er habe genug vom Leben, das er nicht mehr aushalten könne, weil "kein Brot mehr da" sei.

Bereits vier Tote

Dies ist der sechste Fall einer Selbstverbrennung seit Beginn der Proteste gegen Armut und hohe Strompreise vor einem Monat in Bulgarien, welche die Regierung unter Premier Bojko Borissow zum Rücktritt bewegten. Vier davon verstarben bereits an ihren Verletzungen. Das neue Oberhaupt der bulgarisch-orthodoxen Kirche, Patriarch Neofit und eine Reihe von Intellektuellen riefen die Bürger auf, ihr Leben nicht zu opfern. (APA)

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 24.06.2019 um 11:52 auf https://www.salzburg24.at/archiv/erneut-selbstverbrennung-wegen-armut-in-bulgarien-42714391

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