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Erster Liga-Schlager am Sonntag als verkappter "Supercup"

Die erste Runde der 36. Fußball-Bundesliga wartet mit einem verkappten Supercup-Duell auf. Im Sonntag-Spiel (17.00 Uhr/live ORF1 und Sky Austria) prallen mit Red Bull Salzburg und Austria Wien der regierende Meister und der aktuelle Cupsieger aufeinander.

Die “Bullen” haben vier Tage nach dem enttäuschenden 1:1 in der Qualifikation zur Champions League gegen Bohemians Dublin viel gutzumachen. “Ich hoffe, dass meine Spieler dieses Spiel gut verkraftet haben. Dieses Ergebnis muss erst verarbeitet werden, gewisse Dinge mussten wir ansprechen”, erwartet Trainer Huub Stevens eine Rehabilitierung und eine Steigerung seiner hoch bezahlten Schützlinge. Die erste Partie sei die wichtigste und daher erwarte er sich ganz einfach, dass seine Mannen alles geben, so der Niederländer.

Puncto Aufstellung ließ sich der 55-Jährige nicht in die Karten blicken, auch wenn viele eine Änderung erwarten. “Wir denken von Tag zu Tag, wie fit die Spieler sind, unser Kader ist groß genug”, meinte der Nachfolger von Co Adriaanse. Was eine System-Umstellung betrifft, spricht der der neue Feldherr nur von Ballbesitz und -verlust. “Das haben meine Spieler gegen Dublin zu wenig gut gemacht”, ortete Stevens als Hauptursache für die schwache Vorstellung gegen die Iren.

Dass Marc Janko am Mittwoch einen Foulelfer zum möglichen 2:0 verjuxt hatte, ist im “Bullen-Stall” kein großes Thema mehr. “Er hat die Verantwortung übernommen, und das finde ich super”, meinte Stevens, der den Elferschützen nicht bestimmt, sondern weiterhin die Entscheidung den Spielern überlassen will. Gegen die Austria soll der Torschützenkönig wieder treffen, wie er das vorige Saison fünfmal getan hat.

Karl Daxbacher hat den kommenden Rivalen gegen die Iren beobachtet und erwartet in der Elf der Gastgeber zwei bis drei Umstellungen, “aber das System wird das gleich sein”. Dass der erste Gegner Salzburg heißt, ist für den Austria-Trainer kein Nachteil. “Man hat gesehen, dass das ‘Werkl’ dort noch nicht rund läuft. Ich habe ein gutes Gefühl, dass wir dort etwas erreichen können.”

Seine Mannen würden versuchen zu gewinnen und auch so auftreten. “Ich bin relativ optimistisch”, sagte der Trainer, doch AG-Sportvorstand Thomas Parits warnte seine Violetten vor zu großem Optimismus. “Zwar hat der Meister viele neue Spieler geholt, das System geändert, aber dadurch wird die Aufgabe für uns nicht leichter. Die Salzburger wollen gegen uns etwas gutmachen”, erklärte der Burgenländer.

Dass zu Beginn der Saison noch keine Mannschaft in Hochform sei, darin liege die Chance der Gäste, über die Stevens “bestens informiert” ist. “Sie haben viele Neue und sind nicht umsonst Cupsieger geworden”, gab er den Respekt zurück. Die Statistik wird ihn da weniger interessieren. Seit dem Einstieg des Energy-Drink-Herstellers vor fünf Jahren wurden von den 16 Sielen gegen die Veilchen sieben gewonnen und fünf remis gehalten (31:19 Tore).

In der Bullen-Arena stehen die Hausherren mit 6-1-1 und 21:5 Toren noch besser da. Die Salzburger erlitten auf dem Weg zum Titel 2008/09 nur zwei Heimniederlagen (16-0-2), in der letzten Runde am 31. Mai setzte es gegen Absteiger SCR Altach ein 1:4, doch da war der Titel schon fixiert.

Die Austrianer sind in diesem Jahr noch ohne Auswärtssieg (0-3-4), zuletzt wurden drei Punkte in der Fremde am 13. Dezember 2008 mit dem 2:0 in Mattersburg durch zwei Acimovic-Tore geholt. In Salzburg gewannen die Favoritner zuletzt am 30. September 2008 dank eines Treffers von Emin Sulimani in der 91. Minute.

(Quelle: S24)

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