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EU-Einbürgerungen 2011 gesunken

Die Zahl der Einbürgerungen in der EU ist 2011 nach drei Jahren erstmals wieder zurückgegangen. 2011 erwarben 783.100 Menschen die Staatsbürgerschaft eines der 27 EU-Mitgliedsländer. In Österreich dagegen ist die Zahl der erteilten Staatsbürgerschaften 2011 erstmals wieder leicht gestiegen. Das geht aus den am Mittwoch veröffentlichten Daten von Eurostat hervor.

2011 gab es in Österreich 6.700 Einbürgerungen, 600 mehr als im Jahr zuvor. In den Jahren zuvor waren die erteilten Staatsbürgerschaften hierzulande kontinuierlich gesunken: von 14.010 im Jahr 2007, 10.270 im Jahr 2008, 8.100 im Jahr 2009 auf 6.100 im Jahr 2010. Damit steht Österreich erneut gegen den gesamteuropäischen Trend.

In allen 27 EU-Ländern zusammen gab es 2011 nämlich erstmals wieder mehr Einbürgerungen, während es in den beiden Jahren zuvor deutliche Steigerungen gegeben hatte. Mit 783.100 erteilten Staatsbürgerschaften gab es einen Rückgang von vier Prozent gegenüber dem Jahr 2010, wo es 812.400 Einbürgerungen gab.

Zurückzuführen ist das laut Eurostat hauptsächlich auf einen Rückgang in vier der fünf Länder mit der größten Anzahl an erteilten Staatsbürgerschaften: Großbritannien (177.600 Personen bzw. minus neun Prozent gegenüber 2010), Frankreich (114.600 bzw. minus 20 Prozent), Spanien (114.600 bzw. minus sieben Prozent) und Italien (56.200 bzw. minus 15 Prozent). Nur Deutschland verzeichnete einen Anstieg von fünf Prozent auf 109.600. Zusammen machten diese fünf Länder weiterhin nahezu drei Viertel aller in den 27 EU-Mitgliedstaaten erteilten Staatsbürgerschaften aus.

Die neuen Staatsangehörigen der EU kamen im Jahr 2011 erneut vorwiegend aus Afrika (26 Prozent aller Einbürgerungen), Asien (23 Prozent), europäischen Ländern außerhalb der EU (19 Prozent), Nord- und Südamerika (17 Prozent). Bürger eines der 27 EU-Länder, die die Staatsbürgerschaft eines anderen EU-Mitgliedstaats erwarben, machten elf Prozent aus. Die größte Gruppe der Eingebürgerten waren Staatsbürger aus Marokko (64.300), gefolgt von der Türkei (48.900), Ecuador (33.700) und Indien (31.700).

Aufgerufen am 20.03.2019 um 10:09 auf https://www.salzburg24.at/archiv/eu-einbuergerungen-2011-gesunken-44337001

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