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"Exoten raus aus dem Zirkus!"

Moderatorin und Journalistin Maggie Entenfellner musste sehr geduldig sein, um ein Anzeigenmotiv für die Tierrechtsorganisation PETA umzusetzen.

Rund sechs Stunden wurde ihre Haut von Bodypainter Torsten Winter bemalt, bis die Verwandlung in einen Tiger abgeschlossen war. Die engagierte Tierschützerin setzt sich damit für PETAs Kampagne gegen die Nutzung von exotischen Tieren in Zirkussen ein.

„Nachdem in Österreich das Verbot von exotischen Tieren in Zirkussen bereits umgesetzt ist, fordere ich die anderen EU-Länder auf, diesem Beispiel zu folgen. Längst ist doch bekannt, wie sehr Wildtiere im Zirkus leiden. Es muss dringend EU-weit gehandelt werden um diese Form des Missbrauchs von Tieren zu beenden!”, so Maggie Entenfellner.

Weltweit sind sich führende Experten einig, dass Wildtiere im Zirkus extremen Belastungen ausgesetzt sind, da sie lebenslang Entbehrungen in Kauf nehmen müssen. Dies bezahlen die Tiere durch Verhaltensauffälligkeiten, Krankheit oder frühzeitigem Tod. Allein in Deutschland ist zwischen 1993 und 2003 ein Drittel des Elefantenbestandes im Zirkus frühzeitig verstorben, der Rest ist verhaltensgestört.

„Wildtiere im Zirkus” ein Thema, das in Österreich glücklicherweise nicht mehr akut ist, denn hier trat am 1. Januar 2005 ein Verbot von Wildtieren im Zirkus in Kraft. In Deutschland hat sich der Bundesrat zwar bereits 2003 in einer Entschließung einstimmig dafür ausgesprochen, die Bundesregierung allerdings handelt nicht und setzt auf Zeit. Zeit, die die betroffenen Tiere nicht haben.

 

 

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 14.05.2021 um 03:08 auf https://www.salzburg24.at/archiv/exoten-raus-aus-dem-zirkus-59614672

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