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Facebook-Revolution angekündigt

Am Donnerstagabend ist es soweit: Das Online-Netzwerk wird unter Berufung auf oe24.at und 20min.ch umwälzende Veränderungen ankündigen. Die Gerüchte, die durchgesickert sind, verheißen einiges.

Dass Facebook in letzter Zeit zu rangeln hatte, steht außer Zweifel. Viele User verabschiedeten sich, wurden durch die vielen Negativnachrichten verunsichert. Vor allem die mangelnde Privatsphäre der Nutzer ist ein Dauerbrenner. Wer kann wann - und noch wichtiger wie - auf sensible Daten zugreifen? Und vor allem: Wo werden die Profile überall abgespeichert? Insbesondere dieser Punkt ist es, an dem Facebook einhaken will.

Mehr Privatoptionen

Beispielsweise soll der Empfängerkreis von Informationen eingeschränkt werden. Die Software erstellt zu diesem Behelf eigene Listen - beispielsweise mit Freunden, Klassenkameraden, oder Familienmitgliedern. Zusätzlich sollen die öffentlichen Einträge anderer Nutzer abonniert werden können - ohne dabei aber zum Facebook - Freund werden zu müssen. Dies ist auch als klare Ansage in Richtung Google+ zu verstehen, welches ähnliches vorsieht. Hintergrund all dieser Spielereien ist es natürlich, noch mehr User für Facebook zu gewinnen- und zu binden. Schon bald wird das Netzwerk die Schallmauer von einer Millarde angemeldeter Freunde durchbrechen. Und damit könnte dann die nächste Stufe eingeleitet werden.

Wird Facebook zur Geldmaschine?

Bisher hat sich Facebook immer gegen eine Kommerzialisierung gewehrt. Das könnte sich nun entscheidend ändern. Denn das Netzwerk will nun seine eigene Währung einführen, den "Facebook-Credit". Mit dem geplanten "Teilen" von Musik, Filmen und TV-Serien wird nicht nur der Druck auf die Konurrenz erhöht, Facebook könnte damit einen richtigen Boom auslösen. Deshalb wird der "Like"- Button auch Nachbarschaft erhalten. Zu ihm werden sich der "Read" (Gelesen, der "Listened" (Gehört), der "Watched" (Gesehen) und "Want" (Will ich) gesellen.

Um am Start aber nicht komplett blank dazustehen, hat sich Facebook bereits die Partnerschaft mehrerer Medien- und Technologie-Unternehmen gesichert. Musikdienste wie Spotify und Rhapsody werden sich heute auf der ?f8? ebenso ein Stelldichein geben, was die Spekulationen im Vorfeld bereits massiv angeheizt hat. Die Frage ist allerdings, ob die Facebook- User in Zukunft die Musikinhalte als Gratis - Steam erhalten werden - oder ob sie dafür, etwa über eine monatliche Monatsflatrate zur Kasse gebeten werden.

Apps und Kritik als Draufgabe

Zusätzlich soll heute das Facebook-App für das iPad präsentiert werden. Die eigene Plattform für Apps, welche Facebook unter dem Namen "Project Spartan" entwickelt hat, wird heute vielleicht ebenso der Öffentlichkeit präsentiert. Mit dem eigenen App-Store, den Facebook auf HTML-5 Basis entwickelt hat, hat wiederum das Potential Apple massiv Wasser abzugraben.

Vor dem Relaunch hat Facebook allerdings mit die Neuerungen betreffenden Kritik zu kämpfen. Schon die Neuerungen ums "Newsfeed" haben zu heftigen Reaktionen geführt. Vorerst betreffen die Neuerungen nur den US - Markt, man wird sehen, welchen Anklang die Veränderungen bei der Weltumspannten Fangemeinde finden werden.

 


(Quelle: S24)

Aufgerufen am 17.07.2019 um 02:23 auf https://www.salzburg24.at/archiv/facebook-revolution-angekuendigt-59270104

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